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Frauenförderung

Frauenförderung

Frauenförderung
Bildquelle: © Kasto / stock.adobe.com 

Frauenförderung wird an der Freien Universität Berlin zweigleisig praktiziert: individuell und strukturell. Mentoring-Programme, Preise und Stipendien fördern Frauen unterschiedlicher Statusgruppen individuell in ihrer Laufbahn. Gleichzeitig zielen Maßnahmen auch auf strukturelle Veränderungen ab: Sie machen die Leistungen von Wissenschaftlerinnen besser sichtbar oder verändern Fachkulturen, indem sie mehr Frauen in Spitzenpositionen bringen.

Neben zentralen Maßnahmen gibt es dezentrale Förderungen, die alle zwei Jahre in den bereichsbezogenen Frauenförderplänen projektiert werden. Einige dezentrale Maßnahmen sind hier aufgeführt, weitere finden sich auf den Webseiten der dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

Professorinnen

Leadership-Programm

Das Leadership-Programm richtet sich an unbefristete beschäftigte Professorinnen der Berlin University Alliance, die sich aufgrund ihrer Tätigkeit bereits in einer verantwortungsvollen Position befinden und ihre individuellen Kompetenzen als Führungskraft erweitern und stärken wollen. Das einjährige Programm besteht aus Workshops, Einzelcoachings und Netzwerkveranstaltungen. In jedem Durchgang sind drei Plätze für Professorinnen der Freien Universität verfügbar.

Professorinnenprogramm

Die Freie Universität Berlin hat sich seit der ersten Programmphase erfolgreich am Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder beteiligt. Das Programm fördert die Erstberufungen von Frauen auf Lebenszeitprofessuren durch die fünfjährige Finanzierung von vorgezogenen Nachfolgen oder Regelprofessuren. Bei der Förderung der Letztgenannten setzt die Hochschule die freiwerdenden Mittel für zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen ein. In der dritten wie auch in der aktuellen vierten Programmphase, dem Professorinnenprogramm 2030, wurde die Freie Universität für ihr eingereichtes Gleichstellungskonzept mit Prädikat ausgezeichnet.

Postdoktorandinnen

ProFiL

Mit dem hochschulübergreifenden ProFiL-Programm fördern die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Technische Universität Berlin gemeinsam Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. ProFiL bietet Professionalisierung für Frauen in Forschung und Lehre: Mentoring – Training – Networking. Ein Jahr lang unterstützt das Programm seine Teilnehmerinnen bei der weiteren Planung und Entwicklung ihrer Karriere und bereitet sie auf künftige Führungs- und Managementaufgaben vor. Im Rahmen der Berlin University Alliance bietet das Programm unter Beteiligung der Charité – Universitätsmedizin Berlin seit 2021 auch eine englischsprachige Förderlinie.

W2-auf-Zeit-Programm (auslaufend)

2008 etablierte die Freie Universität ein eigenes haushaltsfinanziertes W2-auf-Zeit-Programm, um Wissenschaftlerinnen eine günstigere Ausgangsposition für die Bewerbung um Lebenszeitprofessuren zu verschaffen und so strukturelle Nachteile im Wissenschaftssystem zu kompensieren. Fachbereiche und Zentralinstitute konnten die Zuweisung einer Stelle im Rahmen einer Ausschreibung beantragen und verpflichteten sich zu einer angemessenen Ausstattung. Die Empfehlung auf Zuweisung einer Stelle erfolgte durch die Kommission zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen; die Entscheidung oblag dem Präsidium. Nach Zuweisung der Stelle an den Bereich erfolgte ein reguläres Berufungsverfahren. Im Rahmen des auslaufenden Programms wird aktuell noch eine einstellige Zahl von Wissenschaftlerinnen gefördert. 

Doktorandinnen/Studentinnen

Gender-Forschungspreis (Erziehungswissenschaft und Psychologie)

Der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie vergibt jährlich den Gender-Forschungspreis für die besten wissenschaftlichen Arbeiten von Frauen bzw. in der Frauen- und Geschlechterforschung. Ausgezeichnet werden können Master- und Staatsexamensarbeiten sowie Promotionen mit insgesamt 3.500 Euro Preisgeld. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: als Frauenförderpreis für die beste wissenschaftliche Arbeit einer weiblichen Bewerberin (Kategorie A) und als Preis zur Förderung der Frauen- und Geschlechterforschung für Bewerber*innen aller Geschlechter (Kategorie B). 

Hedwig-Hintze-Frauenförderpreis (Geschichts- und Kulturwissenschaften)

Der Hedwig-Hintze-Frauenförderpreis des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften würdigt jährlich eine Nachwuchswissenschaftlerin für ihre herausragende Dissertation. Bewerbungsberechtigt sind alle promovierten Frauen des Fachbereichs, die ihre Disputation zwischen dem 1. April des Vorjahres und dem 31. März des laufenden Jahres absolviert haben und deren Arbeit mit summa cum laude bewertet wurde. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Eva-Wolzendorf-Stipendium (Mathematik)

Zweimal jährlich können sich Studierende der Mathematik auf ein zweisemestriges Eva-Wolzendorf-Stipendium bewerben. Zielgruppe des zugehörigen Stipendienfonds sind leistungsstarke Masterstudierende mit deutscher Staatsangehörigkeit, die auf eine finanzielle Förderung angewiesen sind. Aus dem Fonds werden zwei Förderlinien finanziert, das Studienstipendium, das Studierende aller Geschlechter beantragen können, sowie das Stipendienprogramm Frauenförderung, das Studentinnen vorbehalten ist.

Stick to STEM (Informatik, Physik)

Stick to STEM zielt darauf ab, FLINTA* Studierende der Physik und Informatik in ihrem Zugehörigkeitsgefühl zur Fachcommunity zu stärken und ihr Empowerment zu fördern. Das Projekt besteht aus einem Praxisprojekt und einer flankierenden Begleitforschung und wird von 2026 bis 2028 durch das Berliner Chancengleichheitsprogramm gefördert wird. 

Mitarbeiterinnen in Technik, Service und Verwaltung (MTSV)

Frauen – Führen – Wissenschaft

Das Programm Frauen – Führen – Wissenschaft richtet sich an weibliche Führungskräfte der Berlin University Alliance in herausgehobenen Führungspositionen in Verwaltung, Service und Technik. Es umfasst Workshops, Veranstaltungen und kollegiale Beratung und bietet darüber hinaus die Option, individuelle Coachings in Anspruch zu nehmen.

Alle Mitgliedsgruppen

Margherita-von-Brentano-Preis

Mit dem Margherita-von-Brentano-Preis werden zweijährlich herausragende Frauen bzw. Projekte ausgezeichnet, die sich um Gleichstellung oder Geschlechterforschung verdient gemacht haben. Der Preis kann an Mitglieder aller Statusgruppen vergeben werden; Anwärter*innen können vorgeschlagen werden oder sich selbst bewerben. Mit 15.000 Euro ist der Margherita-von-Brentano-Preis, den das Präsidium der Freien Universität verleiht, einer der höchstdotierten Frauenförderpreise Deutschlands. Das Preisgeld ist für eine Verwendung im Sinne des prämierten Projekts im Kontext der Freien Universität vorgesehen.

Schülerinnen

Girls'Day

Seit 2002 beteiligt sich die Freie Universität Berlin am bundesweiten Girls'Day, um Schülerinnen von der 5. bis zur 10. Klasse eine klischeefreie Studien- und Berufsorientierung zu bieten.  Die dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und weitere engagierte Kolleg*innen in den beteiligten Bereichen organisieren das jährliche Angebot, unterstützt durch das Team geschlechter*gerecht.