FUB Eastern Europe Info #23 - 10.2026
News vom 03.10.2026
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Für alle Promotionsinteressierten sind weitere Ausschreibungen hinzugekommen – Sie finden sie in diesem Newsletter. Gleichzeitig nähert sich die Bewerbungsfrist für Masterstipendien. Aus diesem Grund sind die nächsten beiden fu:binare dem Masterstudium gewidmet – wie immer einmal auf Englisch und einmal auf Russisch. Sie sind herzlich eingeladen!
Mit Beginn des Wintersemesters bietet der Offene Hörsaal der Freien Universität Berlin wieder zwei live übertragene Vorlesungsreihen an und eine weitere, die in Teilen im Anschluss als Aufzeichnung zur Verfügung stehen könnte: „Geschriebene Heiligkeit. Materialität, Ritus und Ästhetik des Göttlichen“, „Räume, Objekte, Dokumente der Erinnerung. Familiengeschichte(n) zwischen Literatur und Geschichte“ im Livestream und „Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten“ teilweise als Aufzeichnung.
Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zum Studium und zu Forschungsaufenthalten an der Freien Universität zu beantworten – zum Beispiel in der Online-Sprechstunde.
Tobias Stüdemann
Ausschreibungen | Opportunities | Вакансии
- Aktuelle Ausschreibungen | Current Calls | Текущие объявления
- Places and Partial Scholarships in the Doctoral Program of the Graduate School of East Asian Studies
- Positionen und Stipendien der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien
- Studienplätze im Promotionsprogramm History and Cultural Studies (HCS)
- Freie Universität Berlin International Summer and Winter University (FUBiS), Term I 2027
- Math PhD at the Berlin Mathematical School
Veranstaltungen | Events | Мероприятия
- Q&A Series for Grad School Applicants
- fu:binar on Master's Programs (in English)
- fu:бинар по магистерским программам (на русском)
- Telefonberatung | Online Consultation | Онлайн консультация
- Offener Hörsaal: Geschriebene Heiligkeit. Materialität, Ritus und Ästhetik des Göttlichen
- Offener Hörsaal: Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten
- Offener Hörsaal: Räume, Objekte, Dokumente der Erinnerung. Familiengeschichte(n) zwischen Literatur und Geschichte
Was uns auszeichnet | What Distinguishes Us | Чем мы отличаемся
- Great News from Saturn’s Moon Enceladus in the Search for Life in Space
- Einstein Stiftung Berlin fördert Forschungsprojekt "Plasmon-Coupled Excitonic Arrays for Quantum Simulation"
- New Research Unit at Freie Universität Berlin to Study the Practice of Contradicting and Its Relevance in Democracies
Innenansichten | Insights | Взгляд изнутри
- Times Higher Education World University Rankings 2027: Freie Universität Berlin liegt weltweit auf Platz 113
- 10 Jahre Margherita-von-Brentano-Zentrum – 45 Jahre Zentraleinrichtung für Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin
- Und plötzlich summt’s auch auf dem Dach
Unsere Dienstleistungen | Our Services | Наш сервис
- Freie Universität Berlin offers ...
- Services des Verbindungsbüros Osteuropa | Services of the Liaison Office Eastern Europe | Услуги Восточно-Европейского офиса
- Impressum | Disclaimer | Ограничение ответственности
Aktuelle Ausschreibungen | Current Calls | Текущие объявления
Die Freie Universität Berlin bietet eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeitsplätze. Darüber hinaus werden von einzelnen Programmen Stellen für Doktorand*innen und Postdoktorand*innen ausgeschrieben und für Nachwuchswissenschaftler*innen stehen zahlreiche Stipendienmöglichkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie sich über Stellenangebote bei den anderen Mitgliedern der Berlin University Alliance informieren.
Freie Universität Berlin offers a large number of academic jobs. Positions for doctoral and postdoctoral researchers are also advertised by specific programs and a number of fellowship opportunities are available for junior researchers. Furthermore, you can check out job offers at the other members of the Berlin University Alliance.
Freie Universität Berlin предлагает большое количество академических вакансий. Позиции аспирантов и постдокторантов также публикуются в рамках конкретных программ, а для молодых ученых доступен ряд возможностей стипендий. Кроме того, вы можете ознакомиться с предложениями о работе у других членов Berlin University Alliance.
Weitere Informationen | Further information | Дополнительная информация – Dahlem Research School | Center for Junior Researchers
Places and Partial Scholarships in the Doctoral Program of the Graduate School of East Asian Studies
Deadline: 15.11.2026, Berlin
Graduate School of East Asian Studies (GEAS) offers a structured 3-year doctoral program for 4-year PhD processes with a regional focus on East Asia (China, Japan, Korea). Doctoral dissertations at GEAS are expected to analyze modern or contemporary East Asia in the fields of politics, society, economy, culture, law or history.
Successful applicants will have an above-average master’s degree in either area studies (Chinese Studies, Japanese Studies, Korean Studies) or a discipline represented at the Graduate School with a focus on East Asia. While applicants are not expected to contact potential supervisors before their application, they are highly encouraged to review the profiles of GEAS faculty to ensure the compatibility of their project with GEAS professors’ research profiles.
GEAS offers
- up to 9 PhD places for 4 years for dissertations focusing on Japan, China or Korea
- for doctoral researchers with secured external funding (scholarship or position as research assistant).
- 2 candidates with Chinese citizenship can be nominated for a scholarship through the cooperation of Freie Universität and the China Scholarship Council (FUB-CSC) in March 2027.
- 3 outstanding candidates can additionally be nominated for a six-month Starting Grant from the Graduate School in 2027.
Positionen und Stipendien der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien
Bewerbungsfrist: 15.11.2026, Berlin
An der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien (FSGS) werden theoretisch und konzeptionell herausragende Dissertationen betreut, die Literatur in einem kulturhistorischen, transregionalen, transtemporalen und/oder intermedialen Rahmen untersuchen.
Im Jahr 2027 sind folgende Positionen und Stipendien zu vergeben:
-
bis zu 10 Promotionsplätze an der FSGS mit einer Laufzeit von drei bis vier Jahren
- mit einer bereits eingeworbenen externen Finanzierung (Stipendium oder eine Stelle als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in)
- ohne bereits eingeworbene externe Finanzierung
- Im Rahmen dieser Ausschreibung bietet die FSGS für bis zu fünf exzellente Bewerber*innen ein 9-monatiges Stipendium im Umfang von EUR 1103 sowie die Teilnahme an einer Workshopreihe zur Einwerbung externer Finanzierung, beginnend im Juni 2027.
- Aufgenommene Bewerber*innen, denen kein Stipendium angeboten werden kann, werden von der Geschäftsstelle bei der Einwerbung von Stipendien oder anderen drittmittelgeförderten Promotionsfinanzierungen unterstützt und können an ausgewählten Veranstaltungen der Workshopreihe teilnehmen sowie digitale Module belegen.
-
3 Stipendien an der FSGS für internationale Literaturwissenschaftler*innen aus dem Globalen Süden mit einer Laufzeit von max. 3 Monaten.
Bitte beachten Sie, dass die FSGS ein strukturiertes Promotionsprogramm ist, das nur in Vollzeit studiert werden kann. Wir empfehlen dringend die Finanzierung des Promotionsstudiums durch externe Geldgeber*innen und raten von Selbstfinanzierung durch nicht wissenschaftliche Nebentätigkeiten ab.
Studienplätze im Promotionsprogramm History and Cultural Studies (HCS)
Bewerbungsfrist: 15.11.2026, Berlin
Das international ausgerichtete Promotionsstudium History and Cultural Studies (HCS) schreibt Studienplätze aus. Das Programm ist am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften angesiedelt und Mitglied der Dahlem Research School.
Das Programm bietet Graduierten mit ausgezeichneten Studienleistungen ein strukturiertes und forschungsorientiertes Programm mit kulturwissenschaftlichem Fokus. Das Curriculum besteht hierbei aus disziplinären und interdisziplinären Anteilen und ist auf drei Jahre angelegt.
Die Promotion wird in einem der am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften vertretenen Fächer absolviert: Ägyptologie, Altorientalistik, Arabistik, Chinastudien, Sinologie, Geschichte, Didaktik der Geschichte, Iranistik, Islamwissenschaft, Japanologie, Japanstudien, Judaistik, Klassische Archäologie, Koreastudien, Kunstgeschichte Europa und Amerikas, Ostasiens oder Afrikas, Prähistorische Archäologie, Religionswissenschaft, Semitistik, Turkologie, Vorderasiatische Archäologie.
Die Lehrsprachen sind Englisch und Deutsch.
Freie Universität Berlin International Summer and Winter University (FUBiS), Term I 2027
Frist | Deadline | Срок - Term I: 23.11.2026, Berlin | Берлин
FUBiS ist ein drei- bis sechswöchiges wissenschaftliches Intensivprogramm an der Freien Universität Berlin, das einmal im Winter und zweimal im Sommer stattfindet. Im Term I (04.–22.01.2027) bietet FUBiS Kurse in verschiedenen Fächern und Themen sowie Intensiv- und Halbintensiv-Deutschkurse in fünf Stufen an. Ein Teil der Fachkurse wird in englischer Sprache angeboten und von deutschen und ausländischen Lehrkräften unterrichtet. Am Ende des Programms erhalten Studierende ein Zertifikat über Credit Points (ECTS), das an ihrer Heimatuniversität anerkannt werden kann. Das Programm ist kostenpflichtig.
FUBiS is a three- to six-week scientific intensive program at Freie Universität Berlin, which takes place once in winter and twice in summer. In Term I (04.–22.01.2027) FUBiS offers courses in various subjects and topics as well as intensive and semi-intensive German courses in five levels. Some of the specialist courses are offered in English and taught by German and foreign teachers. At the end of the program, students receive a certificate of credit points (ECTS), which can be recognized at their home university. The program is chargeable.
FUBiS — это интенсивная академическая программа Freie Universität Berlin длительностью от трех до шести недель, которая проводится один раз зимой и дважды летом. В Term I (04–22.01.2027) FUBiS предлагает курсы по различным предметам и темам, а также интенсивные и полуинтенсивные курсы немецкого языка по пяти уровням. Часть предметных курсов предлагается на английском языке и читаются немецкими и иностранными преподавателями. По окончании программы студенты получают сертификат с указанием зачетных единиц (ECTS), которые могут быть признаны в родном вузе. Программа платная.
Weitere Information | Further information | Дополнительная информация
Math PhD at the Berlin Mathematical School
Deadlines: 01.12.2026 for scholarships | 01.04.2027 for places, Berlin
The Berlin Mathematical School (BMS) is the graduate school of the Cluster of Excellence MATH+ and a joint endeavor of the mathematics departments at the universities in Berlin: Freie Universität (FU), Humboldt-Universität (HU) and Technische Universität (TU).
We offer an excellent doctoral program taught in English in a broad and active research environment together with mentoring programs, language courses, soft-skills seminars, funding for summer schools and conferences, a buddy program and funding for students with children.
“Mathematics as a whole” is a leading principle of the BMS. Its focus encompasses fields that are traditionally termed “pure” or “applied” mathematics, though we prefer not to make that distinction. Instead, research topics are grouped into eight parts, each covering a broad, but coherent, part of mathematics.
Veranstaltungen | Events | МероприятияQ&A Series for Grad School Applicants
Dates: 08.09.-06.10.2026, 2 p.m. Berlin time, online
Six graduate schools and PhD programs at Freie Universität Berlin are holding a webinar series for applicants.
Dates and Topics
- 06.10.2026 - Graduate School of North American Studies
Further information and link to the webinar
fu:binar on Master's Programs (in English)
Date: 07.10.2026, 3 p.m. Berlin time, online
In the first part of the seminar, we will address practical questions such as the types of master’s programs and their formal and language requirements for admission: how to choose a suitable program, what to pay attention to when applying, and which documents need to be submitted by which deadlines? Using the example of differences between education systems, the information necessary for the successful choice of a program of study and the transition from one system to another will be presented.
In the second part of the fu:binar, there will be an opportunity to ask questions on all topics related to master's programs.
To participate in the fu:binar, please register online.
fu:бинар по магистерским программам (на русском)
Дата: 08.10.2026, 15 ч. по Берлину, онлайн
В рамках семинара будут рассмотрены в первой части такие практические вопросы, как виды магистерских программ и их формальные и языковые условия для поступления: как подобрать подходящую программу обучения, на что обратить внимание при подаче заявления и какие документы, в какие сроки следует подать? На примере различий между системами образования будет представлена информация, необходимая для успешного выбора программы обучения и перехода из одной системы в другую.
Во второй части fu:бинара будет предоставлена возможность задать вопросы по всем темам, связанным с магистерскими программами.
Участие в fu:бинаре требует предварительной регистрации онлайн.
Telefonberatung | Online Consultation | Онлайн консультация
Datum | Date | Дата: 09.10.2026, 12 - 14 Uhr Berliner Zeit | hrs. Berlin time | ч. по Берлину
Falls es Fragen zum Studium, zu den Bewerbungsvoraussetzungen einer der führenden deutschen Universitäten oder zu einzelnen von der Freien Universität Berlin angebotenen grundständigen Studiengängen, Masterstudiengängen oder Promotionsprogrammen gibt, können diese per Webex gestellt werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
If you have any questions about studying at one of Germany’s leading universities, about application requirements, or about specific undergraduate, master’s, or doctoral programs at Freie Universität Berlin, you can ask them via Webex. It is not necessary to register in advance.
Если у вас есть вопросы по образованию, по условиям поступления в один из ведущих немецких вузов или по имеющимся во Freie Universität Berlin программам бакалавриата, магистратуры или аспирантуры, звоните или пишите нам в указанные часы в Webex. Предварительной записи не требуется.
Weitere Informationen | Further information | Дополнительная информация
Offener Hörsaal: Geschriebene Heiligkeit. Materialität, Ritus und Ästhetik des Göttlichen
Datum: dienstags, 13.10.2026 – 09.02.2027, 18:15 Uhr Berliner Zeit, online
Viele religiöse Traditionen kennen Schriften, die weit über ihre Funktion als Träger von Wissen oder Glaubensinhalten hinausreichen. Heilige Texte werden gelesen, rezitiert, berührt, gezeigt, geschmückt, getragen und verehrt. Sie stiften Gemeinschaft, bewahren Erinnerung und vermitteln religiöse Erfahrung. Nicht selten gilt eine heilige Schrift selbst als Ausdruck göttlicher Präsenz und wird zu einem zentralen Gegenstand ritueller Praxis.
Doch was macht ein Buch, einen Kodex oder eine Schriftrolle zu einem sakralen Objekt? Welche Rolle spielen Materialität, Gestaltung und Herstellungsprozess für die Entstehung religiöser Autorität? Gibt es bevorzugte Beschreibstoffe, Tinten, Farben oder Schriftformen? Welche Erwartungen, theologischen Vorstellungen und kulturellen Erinnerungen werden an die materielle Gestalt heiliger Schriften geknüpft? In welchem Verhältnis stehen Text, Bild und Ornament zueinander, und wie verändern liturgische Praktiken, Gebet und ritueller Gebrauch die Wahrnehmung heiliger Bücher?
Daten und Themen
- 13.10.2026 – „Die Arbeit des Himmels“. Zur Herstellung rituell reiner Schriftrollen in der jüdischen Tradition
- 20.10.2026 – Rolle und Codex: Bilder der Transformation heiliger Bücher im frühen Christentum
- 27.10.2026 – Also schrieb Zarathustra: Die Materialisierung der heiligen Sprache zwischen Rezitation und Handschrift
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Offener Hörsaal: Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten
Datum: mittwochs, 14.10.2026 – 10.02.2027, Aufzeichnung
Künstliche Intelligenz wirkt gegenwärtig teils offensichtlich, teils subtil auf politisches, gesellschaftliches, und alltägliches Handeln ein. In den Geisteswissenschaften und Künsten verändern sich unter dem Eindruck dieser technologischen Entwicklung nicht nur Forschung, Lehre und künstlerische Praxis, sondern grundlegend die Vorstellungen davon, wie Wissen entsteht und Kreativität operiert. Während KI in den Natur- und Technikwissenschaften häufig als Innovationsmotor erscheint, dominieren in den Geisteswissenschaften und Künsten vielfach Verlustszenarien – von Kreativität und Autorschaft bis hin zu wissenschaftlicher Integrität und gesellschaftlicher Relevanz. Zugleich wächst der allgemeine Druck, KI-Anwendungen zu implementieren, um Anschluss- und Zukunftsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Jenseits technokapitalistischer Überhöhungen und apokalyptischer Untergangsrhetorik versteht die Ringvorlesung Künstliche Intelligenz nicht nur als Heilsversprechen oder als unausweichliche Bedrohung, sondern begreift sie ausdrücklich eingebettet in die globalen Krisen unserer Zeit. Wir fragen: Wie verändern sich die Praktiken des Forschens, Schreibens, Hörens, Sehens, Komponierens und Gestaltens durch den Einsatz von KI? Welche neuen Formen wissenschaftlicher und künstlerischer Praxis entstehen? Was folgt daraus, dass bislang elementare Kulturtechniken wie etwa das Lesen und Schreiben zunehmend automatisiert werden? Wie können Geisteswissenschaften und Künste diese Entwicklungen kritisch begleiten, sie aktiv gestalten – oder ihnen bewusst widerstehen? Und ist der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft tatsächlich so alternativlos, wie er vielfach erscheint? Im Mittelpunkt der Vorträge stehen kritische Historisierungen, begriffliche Differenzierungen und künstlerische Experimente. Dabei geraten technologische Infrastrukturen und Machtverhältnisse ebenso in den Blick wie Fragen nach Kreativität, Autorschaft, wissenschaftlicher Praxis und den sozialen und ökologischen Folgen digitaler Technologien.
Daten und Themen
- 14.10.2026 – Aporien der Anwendung. Eine Einführung im Gespräch
- 21.10.2026 – Von Aneignung zu Enteignung – Wie sich der Urheberrechtsdiskurs in den Künsten durch KI verändert
- 28.10.2026 – „KI“ auf der Bühne. Betrachtung kritischer künstlerischer Theaterpraxis
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Offener Hörsaal: Räume, Objekte, Dokumente der Erinnerung. Familiengeschichte(n) zwischen Literatur und Geschichte
Datum: dienstags, 20.10.2026 – 09.02.2027, 16:15 Uhr Berliner Zeit, online
In jüngerer Zeit ist die Familie zu einem zentralen Schauplatz historischer und literarischer Selbstverständigung geworden. Während die Geschichtsschreibung die Familie lange als vermeintlich private, politikferne Sphäre marginalisierte, hat sich seit den 1970er Jahren ein grundlegender Perspektivwechsel vollzogen: Familie erscheint als ein Ort, an dem sich gesellschaftliche Transformationsprozesse, historische Brüche und kollektive Erfahrungen in besonderer Weise verdichten. Die Geschichtswissenschaft zeigt aktuell Aufmerksamkeit für Familienarchive, persönliche Zeugnisse und genealogische Recherchen, die individuelle Biographien mit breiteren gesellschaftlichen Entwicklungen verbinden. In Frankreich wenden sich Historiker*innen – im Sinne einer Ego-Histoire – vermehrt auch ihrer eigenen Familiengeschichte zu. Parallel dazu hat die Literatur, insbesondere im französischsprachigen Raum, eine Form des Erzählens geprägt – oft gefasst als récit de filiation – in der die Suche nach Herkunft, Leerstellen und familiären Verflechtungen selbst zu einer Praxis historischer Erkenntnis wird.
Die Ringvorlesung am Frankreichzentrum greift diese Konjunkturen aus einer spezifischen Perspektive auf: Räume, Objekte und Dokumente dienen als heuristische Impulse, um Familiengeschichten zwischen Literatur und Geschichte zu erschließen. Der Dachboden, das Fotoalbum, die Postkarte, die Küche, der Pass fungieren als Speicher, Auslöser oder Symbol und strukturieren zugleich die Narrative der Erinnerung. In ihnen verdichtet sich oftmals das Familiengedächtnis: Sie machen sichtbar, was erzählt werden kann, und verweisen zugleich auf das, was fehlt, verschwiegen wird oder verloren ist.
Daten und Themen
- 20.10.2026 – Einführung: Räume, Objekte, Dokumente der Erinnerung. Familiengeschichte(n) zwischen Literatur und Geschichte
- 27.10.2026 – Geteiltes Erbe: Holocaust und Familiengeschichte
- 03.11.2026 – „Das Haus“ – christlich-bürgerliche Kernfamilie – Lebensform: Wandel der Familienleitbilder und -beziehungen im Deutschland des 20. Jahrhunderts
Online Registrierung | Programm der Ringvorlesung
Was uns auszeichnet | What Distinguishes Us | Чем мы отличаемсяGreat News from Saturn’s Moon Enceladus in the Search for Life in Space
Planetary scientists from Freie Universität Berlin have published two new studies in Science Advances with promising discoveries about the potential for life on one of Saturn’s icy moons. New evidence indicates that Enceladus might be more supportive of life than once assumed. In fact, spacecrafts already in planning could be used to identify evidence of life there much easier than previously thought, should it exist.
What are the chances of finding extraterrestrial life in our solar system? Professor Frank Postberg, planetary scientist at Freie Universität Berlin, has just published a study in Science Advances with a team of international researchers, in which they present new evidence that it is easier to determine the constituents of the ocean hidden under Enceladus’s icy surface than previously assumed. Postberg was also part of a second study published on the same day, in which he and another planetary scientist from Freie Universität, Dr. Nozair Khawaja, contributed to research that reveals that certain microorganisms could actually tolerate the conditions in Enceladus’s ocean better than was previously thought. These results increase the probability of finding evidence of life on Saturn’s moon.
Einstein Stiftung Berlin fördert Forschungsprojekt "Plasmon-Coupled Excitonic Arrays for Quantum Simulation"
Das Einstein Stiftung Berlin fördert an der Freien Universität Berlin das Forschungsprojekt Plasmon-Coupled Excitonic Arrays for Quantum Simulation der drei Physik-Professoren Kirill Bolotin (Freie Universität Berlin) sowie Hadar Steinberg und Ronen Rapaport (beide Hebrew University Jerusalem) künftig als Einstein Berlin/HUJI-Forschungsvorhaben. Das Forschungsteam untersucht neuartige Quantensysteme in Halbleitern, um das Verhalten vieler wechselwirkender Quantenteilchen besser zu verstehen. Dabei sollen mehrere aktuelle Forschungsfelder wie Exzitonik, Nanoplasmonik und Quantensimulation in einer gemeinsamen experimentellen Plattform zusammengeführt werden. Im Mittelpunkt stehen Exzitonen, also gebundene Elektron-Loch-Paare, die bei der Absorption von Licht entstehen. Mithilfe extrem dünner Halbleiterschichten und präziser elektrischer Steuerung wollen die Forschenden geordnete Exzitonen-Arrays erzeugen. Ziel des ambitionierten Forschungsvorhabens ist es, eine Festkörperplattform zu entwickeln, mit der sich komplexe Quanteneffekte kontrolliert simulieren und potenzielle Nutzungen in künftigen Anwendungen besser untersuchen lassen.
Newsroom | Freie Universität Berlin - Kurzmeldungen
New Research Unit at Freie Universität Berlin to Study the Practice of Contradicting and Its Relevance in Democracies
A new research unit funded by the German Research Foundation (DFG) will examine the practice of contradicting and its significance for democratic societies. In particular, the researchers want to know under which conditions contradicting enables participation in democracy and under which does it pose a threat. The research will be conducted through seven subprojects within the DFG Research Unit 6017 “Media Practices of Contradicting in Networked Publics” and will engage with contradicting in both digital and analog forms in the public sphere. An extension of the grant for an additional four years is also possible. The research unit’s spokesperson and coordinator is Margreth Lünenborg, professor of communication at Freie Universität Berlin, who specializes in journalism research. Professor of international communication Carola Richter of Freie Universität Berlin will serve as deputy spokesperson and a project lead.
International Press Releases | Pressemitteilung
Innenansichten | Insights | Взгляд изнутриTimes Higher Education World University Rankings 2027: Freie Universität Berlin liegt weltweit auf Platz 113
Die Freie Universität Berlin belegt im neuen weltweiten Ranking des renommierten Magazins „Times Higher Education“ (THE) Platz 113 und gehört damit zu den Spitzenuniversitäten im internationalen Vergleich. Wie das THE in London mitteilte, zählt die FU zudem zu den neun besten Hochschulen in Deutschland. Europaweit nimmt sie Platz 41 ein. Insbesondere im Bereich Forschung und bei den Indikatoren zur Internationalität kann die Freie Universität Berlin einen Spitzenplatz belegen.
Die neun besten deutschen Universitäten im weltweiten Vergleich sind dem THE-Ranking zufolge die Technische Universität München (Rang 25), die Ludwig-Maximilians-Universität München (Rang 41), die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Rang 45), die Universität Bonn (Rang 89), die RWTH Aachen (Rang 90), die Humboldt-Universität zu Berlin (Rang 91), die Charité (Rang 94), die Universität Tübingen (Rang 101) und die Freie Universität Berlin (Rang 113). Die Platzierung der Freien Universität Berlin ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Sie gehört nach wie vor weltweit zu den besten 5 Prozent der betrachteten Hochschulen.
10 Jahre Margherita-von-Brentano-Zentrum – 45 Jahre Zentraleinrichtung für Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin
Das Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung (MvBZ) der Freien Universität Berlin blickt auf seine 45-jährige Geschichte zurück – die Vorgängerin, die Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauenstudien und Geschlechterforschung, wurde bereits 1981 gegründet. Sie war damals die erste Einrichtung ihrer Art und entstand aus dem feministischen Aktivismus inner- und außerhalb der Freien Universität Berlin und das Einwirken der Berliner Politik. Das MvBZ führt die Tradition dieser Einrichtung seit der Umgründung 2016 unter neuem Namen mit veränderten Schwerpunkten fort.
Das Margherita-von-Brentano-Zentrum für Geschlechterforschung ist interdisziplinär und international ausgerichtet. Es unterstützt inter- und transdisziplinäre Forschungsvorhaben sowie Verbund- und Vernetzungsprojekte der Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin. Zudem entwickeln und verfolgen Forschende des MvBZ eigene Projekte. Darüber hinaus fördert, unterstützt und realisiert das MvBZ gender- und diversitätsbezogene Lehre. Es bietet Forschenden und Studierenden in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten die Möglichkeit, sich wissenschaftlich auszutauschen und zusammenzuarbeiten.
Pressemitteilung mit Einladung zum Festakt am 15. Oktober
Und plötzlich summt’s auch auf dem Dach
Noch vor wenigen Monaten war sie vor allem grau und wenig genutzt. Seit Februar 2026 haben Beschäftigte und Studierende sie gemeinsam in einen grünen Lern-, Begegnungs- und Erholungsort verwandelt. 75 Pflanzenarten – darunter etwa der Teufelsabbiss, die Schwarze Königskerze und die Kuckucks-Lichtnelke – wachsen inzwischen auf der Terrasse, 63 davon sind heimische Arten, 18 gelten als gefährdet. Nach Angaben des Projektteams können insgesamt 892 Tierarten von den Pflanzen profitieren – darunter Wildbienen, Käfer und Vögel.
Das überzeugte nun die Jury des Wettbewerbs „Deutschland summt!“. In dem Wettbewerb zeichnet die Stiftung für Mensch und Umwelt naturnah gestaltete Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten aus. Mit ihrem Projekt „Bib-Terrasse wird endlich grün!“ belegte das Team der Campusbibliothek den zweiten Platz in der Kategorie „Balkone und Dachterrassen“.
Unsere Dienstleistungen | Our Services | Наш сервисFreie Universität Berlin ...
... offers doctoral programs, master's programs, undergraduate degree programs and short-term study options on our global campus as well as English Job Offers and Stellenanzeiger.
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... and is present on Instagram, YouTube, Facebook, Mastodon and LinkedIn.
Services des Verbindungsbüros Osteuropa | Services of the Liaison Office Eastern Europe | Услуги Восточно-Европейского офиса
Ziel des Verbindungsbüros Osteuropa ist die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und akademischen Mobilität zwischen der Freien Universität Berlin und Hochschulen sowie Forschungszentren in Osteuropa und Zentralasien. Das Büro befindet sich in Tbilissi, Georgien.
Serviceangebote:
- Beratung zu Lehr- und Forschungsmöglichkeiten an der Freien Universität Berlin;
- Unterstützung bei der Suche nach Partnern für Forschungskooperationen;
- Präsentationen und Seminare zu postgradualen und grundständigen Studiengängen, einer internationalen wissenschaftlichen Karriere an der Freien Universität Berlin;
- Beratung und Unterstützung bei der Suche nach Stipendien;
- Regionalexpertise für die Region Osteuropa und Zentralasien.
The goal of the Liaison Office Eastern Europe is to promote scientific cooperation and academic mobility between Freie Universität Berlin and higher education institutions, as well as research centers in Eastern Europe and Central Asia. The office is located in Tbilisi, Georgia.
Services:
- Advising on teaching and research opportunities at Freie Universität Berlin;
- Support in finding partners for research cooperation;
- Presentations and seminars on postgraduate and undergraduate programs, opportunities for building an international scientific career at Freie Universität Berlin;
- Advice and support in finding scholarships;
- Regional expertise about Eastern Europe and Central Asia.
Цель работы Восточно-Европейского офиса – способствовать научной кооперации и академической мобильности между Freie Universität Berlin и высшими учебными заведениями, а также научными центрами в Восточной Европе и Центральной Азии. Офис расположен в Тбилиси, Грузия.
Услуги:
- Консультирование по вопросам учебных и исследовательских возможностей во Freie Universität Berlin;
- Поддержка в поиске партнеров для научно-исследовательского сотрудничества;
- Презентации и семинары, посвященные программам аспирантуры и бакалавриата/магистратуры, возможностям построения международной научной карьеры во Freie Universität Berlin;
- Консультирование и поддержка в поиске стипендий;
- Региональная экспертиза о Восточной Европе и Центральной Азии.
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