Diversitätsaffirmative Strukturen an der FU Berlin schaffen
Symbolbild: Verschiedene Hände reparieren gemeinsam das Freie Universität Berlin Logo mit goldenen Fugen.
Bildquelle: KI-Generiert mit Chat GPT
Vorstellung des Projekts:
Das Projekt „Gemeinsam diversitätsaffirmative Strukturen an der FU schaffen" lädt alle Angehörigen der FU sowie engagierte Menschen und Organisationen von außerhalb dazu ein, diese Frage gemeinsam und praktisch anzugehen. In vier hybriden öffentlichen Sitzungen im November 2026 erarbeiten wir kollaborativ Grundlagen, Werkzeuge und konkrete Vorschläge für eine Universität, die sich als sorgende Gemeinschaft versteht. Studierende können Leistungspunkte erwerben, Wissenschaftler*innen Material für ihre Forschung sammeln, Organisationen ihre Perspektiven einbringen. Teilnehmende gestalten das Format von Beginn an mit. Ziel ist, Produkte zu entwickeln, die sich direkt anwenden lassen und eine hohe Akzeptanz erfahren, weil alle Gruppen gehört wurden. Alle Inputs werden videografiert, untertitelt und möglichst mit Gebärdendolmetschung dokumentiert, sodass eine zeitunabhängige Teilnahme möglich ist. Im Dezember entsteht eine kollaborative Plattform mit einem öffentlich zugänglichen Material- und Methodenpool. Ein offenes Nachnutzen und Weiterentwickeln ist ausdrücklich erwünscht.
Veranstaltungsort: Freie Universität Berlin (Rostlaube), Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Raum J 30 / 109 (EG). Weitere Räume stehen für Gruppenarbeiten zur Verfügung.
Sitzungszeiten: 06., 13., 20. Und 27.11.2026, jeweils 10 – 17 Uhr.
Sitzung 1 — Grundlagen, Kennenlernen, Haltung
Wir lernen uns, den Projektplan sowie Konzepte von Diversität, Enthinderung und einer sorgenden Gemeinschaft kennen. Außerdem erkunden wir das Potenzial der Künste, der Philosophie sowie von sozialem und emotionalem Lernen. Durch Spiele und Experimente hinterfragen wir unsere Haltungen. Wir lernen Theorien und Modelle von Tranformationsprozessen kennen und erfahren, mit welchen Widerständen zu rechnen ist. Was haben wir an der FU erlebt, das sich ändern sollte? Wir erarbeiten und verschriftlichen: Wie kann ich gut lernen und arbeiten? Wie die anderen? Wie können wir da am besten zusammenkommen? Auf dieser Basis legen wir fest, wie wir das gemeinsame Lernen und Handeln gestalten wollen und beginnen mit den ersten Projekten. Kreative, kollaborative und ungewöhnliche Ideen sind besonders willkommen.
Sitzung 2 — Best Practice:
Woran kann sich die Universität orientieren im Aufbau diversitätsaffirmativer Strukturen – vom Diversity Audit des Stifterverbands bis zu gelungenen Beispielen anderer Bildungseinrichtungen? Wir erarbeiten gemeinsam Kriterienlisten für diversitätsaffirmative, barrierefreie Lehre und Räume, Entwürfe für ein gemeinsames Handbuch und Umfragetools sowie Preise, die nicht dem gewohnten Leistungsbewertungsmuster folgen und die von allen engagierten Angehörigen der FU gewonnen werden können.
Sitzung 3 — Tools:
Wie können digitale Tools zu Barrierefreiheit und diversitätsaffirmativen Strukturen beitragen? Wir erkunden Avatare, Podcast- und Videoerstellung, Künstliche Intelligenz und Apps. Wir vertiefen die Reflexion, wie Studierende und Dozierende, Hochschulen und externe Institutionen besser zusammenarbeiten können — und welche Werkzeuge dafür hilfreich sind.
Sitzung 4 — Rechtliches und Abschluss:
Welche Rechte sind wie einklagbar? Wohin wenden sich Menschen bei Diskriminierung, und was tun, wenn die Unterstützung nicht ausreicht? Wir vernetzen uns mit Medien, Gewerkschaften und Interessenvertretungen. Die im Rahmen unserer Projektwerkstatt entstandenen Arbeiten werden vorgestellt, wir reflektieren gemeinsam, wie sie fortgeführt und verbreitet werden können — und welche Learnings wir künftigen Projekten hinterlassen
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich mit ihrer Perspektive einzubringen und eine Universität mitzugestalten, an der alle gut lernen und arbeiten können. Du hast weitere Fragen? Schreib uns! Oder melde dich am besten gleich an mit dem Link.
| Projektverantwortliche Personen | Jessika Tsubakita, Luis Berger |
| Kontakt für Rückfragen |
jessit68@zedat.fu-berlin.de |
| Projektzeitraum | September - Dezember 2026 |

