Alleinerziehend, aber nicht allein: Wissen_schaf(f)t Vernetzung und Sichtbarkeit an der Freien Universität
Vorstellung des Projekts:
Wie lässt sich eine wissenschaftliche Karriere mit alleiniger oder geteilter Elternverantwortung verbinden? Das Projekt schafft Raum für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung an der Freien Universität Berlin und darüber hinaus. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen, die Wissenschaft und Familienverantwortung unter besonderen Bedingungen miteinander verbinden. Das Projekt bietet dafür verschiedene Formate: es werden zwei niedrigschwellige Austauschtreffen an der FU organisiert. Daneben gibt es vier praxisnahe online Veranstaltungen mit Expertinnen aus den Bereichen Pädagogik, Finanzen, Psychologie und Recht, bei denen Fachwissen vermittelt und Fragen beantwortet werden sollen. Ein Essaypreis, der die Perspektiven allein- und getrennterziehender Wissenschaftlerinnen stärker in die öffentliche Diskussion bringen soll, wird im November verliehen. Der Preis zielt nicht auf die Auszeichnung von Einzelleistungen, sondern auf die Sichtbarmachung der vielfältigen Realitäten und strukturellen Probleme, denen allein- und getrennterziehenden in der Wissenschaft begegnen, ab.
Das Netzwerk richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen (von Promovierenden und Postdocs bis zu Professor*innen) sowie an Personen aus dem Wissenschaftsmanagement und angrenzenden Bereichen. Auch Studierende sind herzlich willkommen. Ein besonderes Anliegen ist es, unterschiedliche Formen von Elternschaft und familiären Lebenssituationen sichtbar zu machen. Deshalb richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an internationale Wissenschaftler*innen, die mit ihren Kindern in Deutschland forschen, während der andere Elternteil im Ausland lebt. Diese Gruppe muss ein häufig unbekanntes und überwiegend deutschsprachiges Betreuungs- und Bildungssystem bewältigen, was zusätzliche Ressourcen bindet und den Karrierefortschritt beeinträchtigen kann. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines informellen, zugleich professionellen Unterstützungsnetzwerks, das die besonderen Herausforderungen dieser Lebenssituation sichtbar macht und adressiert. Das Projekt bietet einen geschützten Raum für den Austausch von Strategien und bewährten Praktiken, von denen alle Alleinerziehenden im Wissenschaftssystem profitieren können. Die Veranstaltungen und die Kommunikation des Netzwerks finden auf Englisch statt.
| Projektverantwortliche Person | Dr. Elisa-Maria Hiemer |
| Kontakt für Rückfragen | e.hiemer@fu-berlin.de |
| Projektzeitraum |
September - Dezember 2026 |

