Theaterwissenschaft wird im Masterstudiengang als eine Disziplin an der Schnittstelle von Kultur-, Kunst- und Medienwissenschaften verstanden, die interdisziplinäre Offenheit pflegt und das Wechselverhältnis von Theorie und Praxis wie auch von Wissenschaften und Künsten in ihren Fragestellungen, Methoden und Darstellungsweisen berücksichtigt. Das Fach beschäftigt sich nicht nur mit theatralen Aufführungen aller Gattungen (Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater, Performance Kunst), sondern auch mit theatralen Denk- und Handlungsweisen in allen Bereichen der Gesellschaft (die heute unter dem Begriff der Theatralität gefasst werden), in historischer Perspektive ebenso wie mit Blick auf die performativen Kulturen der Gegenwart. Der Masterstudiengang umfasst entsprechend die Bereiche Theorie & Ästhetik, Gegenwartstheater/Aufführungsanalyse, Theatergeschichte und Theater/Künste/Medien.
Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerber*innen die folgenden Voraussetzungen nachweisen:
Bei Bewerber*innen, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber*innen an der Freien Universität Berlin erfolgen.
Weitere Informationen enthält die Zugangssatzung für den Masterstudiengang Theater, Künste, performative Kulturen (pdf-Datei).

Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (NC) oder zulassungsfrei (kein NC) ist, wird jedes Semester neu festgelegt. Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester
Informationen zur Zulassung für Master of Arts.
Die Studien- und Prüfungsordnung regelt Aufbau und Ablauf des Studiums und enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls sowie einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Zudem definiert sie Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und gibt die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie den Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium an.
Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Institut für Theaterwissenschaft
Prof. Dr. Jan Lazardzig
Grunewaldstraße 35
12165 Berlin
(030) 838-503 10
E-Mail
master@theater.fu-berlin.de
Homepage
Institut für Theaterwissenschaft
Zur Ausstattung des Instituts zählen das Medienlabor und eine Fachbibliothek. Ein großer Präsenzbestand im Bereich Theaterwissenschaft zeichnet die Bibliothek genauso aus wie das bestehende Archiv und die „Theaterhistorische Sammlung von Walter Unruh“. Sie umfassen die Theatergeschichte des 19./20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Berlin, Theaterstücke, Bilddokumente, Autographen, Theaterzettel, Theaterprogramme, Theaterkritiken und Nachlässe (u.a. von Albert Bassermann, Josef Nesmüller, Joseph Nesper und Julius Freund). Walter Unruh war der Begründer einer der größten theaterhistorischen Privatsammlungen. Mitte der 1950er gelangte diese als Dauerleihgabe an das Institut für Theaterwissenschaft.
Das Institut für Theaterwissenschaft nutzt seine Kontakte zu anderen theaterwissenschaftlichen Instituten in Europa und weltweit wie auch zu den Berliner Theatern und Kulturinstitutionen, um ein Studium auf höchstem internationalem Niveau zu gewährleisten. Eine hochkarätige internationale Einbettung des Masterstudiengangs ist gewährleistet durch enge Kontakte zu am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften angesiedelten Forschungsprojekten. Für interdisziplinäre Impulse sorgen dabei insbesondere der Exzellenzcluster „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“ sowie die benachbarten Sonderforschungsbereiche „Affective Societies“ und „Intervenierende Künste“, deren Konferenzen und Vorträge den Masterstudierenden zumeist offen stehen.
Absolvent*innen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.
Der Masterstudiengang qualifiziert zu theaterwissenschaftlicher Forschung und berücksichtigt dabei das Wechselverhältnis von theoretischer Reflexion und künstlerisch-medialer Praxis. Das vorwiegend theoretisch-analytisch und historisch-kritisch ausgerichtete Studium qualifiziert für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche in Wissenschaft, Theater, Film, Fernsehen, Rundfunk, Presse und kulturellen Einrichtungen.
Theaterwissenschaftlerinnen und Theaterwissenschaftler arbeiten in diesen Tätigkeitsbereichen in verschiedensten Funktionen. Die im Fach vermittelte interdisziplinäre Offenheit, die Fähigkeit zur Reflexion ästhetischer, theatraler und medialer Prozesse sowie die für das Fach charakteristische Genauigkeit des Beobachtens und Beschreibens sind wichtige Ressourcen, die die Absolventinnen und Absolventen in ihre Berufspraxis einbringen können.
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