Das Studium führt in fachübergreifende und interdisziplinäre Aspekte der Osteuropastudien ein. Die Absolvent*innen des Masterstudiengangs können Entwicklungen und Situationen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa (im Folgenden zusammenfassend als Osteuropa bezeichnet) eigenständig analysieren, interpretieren und in ihren jeweiligen politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Kontext einordnen sowie disziplinübergreifend bewerten. In räumlicher Hinsicht umfasst der hier zugrunde gelegte Osteuropa-Begriff das postsowjetische Eurasien sowie Ostmittel- und Südosteuropa. Darüber hinaus sind die Absolvent*innen des Masterstudienganges in der Lage, regionalbezogene Fragestellungen und Aufgaben disziplinübergreifend zu bearbeiten und praxisbezogene Schlussfolgerungen zu ziehen. Ebenso haben sie sich umfassende Kenntnisse der jeweiligen Disziplinen und analytischen Methoden angeeignet und sind befähigt, nationale, transregionale und globale Prozesse zu analysieren. Die Absolvent*innen kennen die Grundsätze und allgemeine Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens sowie guter wissenschaftlicher Praxis und können diese bei wissenschaftlichen Tätigkeiten berücksichtigen.
Die Absolvent*innen besitzen Kenntnisse in mindestens einer osteuropäischen Sprache sowie berufsrelevante soziale, insbesondere interkulturelle sowie Diversity- und geschlechterspezifische Kompetenzen, die ihnen ein Verständnis für nationale, transregionale und globale Prozesse vermitteln. Die Absolvent*innen haben übergeordnete Fähigkeiten und Kompetenzen, darunter Moderations- und Präsentationsfähigkeit, Kritik- und Konfliktfähigkeit, sowie Problemlösungskompetenz.

Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (NC) oder zulassungsfrei (kein NC) ist, wird jedes Semester neu festgelegt. Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester
Informationen zur Zulassung für Master of Arts.
Der Masterstudiengang Osteuropastudien besteht aus einem Grundlagenbereich, einem Interdisziplinärer Profilbereich, dem Bereich Angewandte Osteuropastudien sowie dem Bereich Spracherwerb.
Die Studierenden wählen zwischen zwei Profilen:
1. Institutionen und Macht: Zu den thematischen Inhalten gehören Funktionsweise, Stabilität und Destabilität autoritärer Ordnungen im historischen und globalen Kontext, Vermächtnisse autoritärer Ordnungen in jungen Demokratien, subnationale politische Regime, postsozialistische Transformationsverläufe, polit-ökonomische Modelle von Entwicklung im historischen und internationalen Vergleich, Sozialpolitik, soziokultureller Wandel und Ungleichheit, Kultur und Wirtschaftswachstum, Bürokratie und öffentliche Güter, natürliche Ressourcen, komparative und internationale Wirtschaftspolitik. Zu den theoretischen Inhalten zählen Theorien des gesellschaftlichen Wandels, Vergleichende Wirtschaftssysteme, Vergleichende Autokratieforschung, Rational Choice, konstruktivistische und interpretative Ansätze in den Sozialwissenschaften. Das Studium befasst sich ebenso mit methodologischen Inhalten wie quantitative und qualitative Methoden, kausale Inferenz, formale Modelle, Archivforschung, Beobachtung, Interviews und Fokusgruppen.
oder
2. Räume und Konstruktionen: Zu den thematischen Inhalten gehören Nationsbildung und Nationalismus, Erinnerungskultur, Populär- und Alltagskultur sowie Folklore in kulturanthropologischer Perspektive, Globalisierungsprozesse, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte (u.a. Umwelt-, Wirtschaftsgeschichte), Transfer- und Rezeptionsgeschichte, Geopoetik und Geopolitik. Die theoretischen Inhalte sind Semiotik, Rhetorik, Gender und Queer Studies, Postcolonial Studies und imperiale Geschichte, Gattungs- und Medientheorie, Ecocriticism, Diskursanalyse und –geschichte. Zudem werden methodologische Inhalte wie Vergleich (Vergleichende Imperienforschung, Modernisierung und Industrialisierung in historisch vergleichender Perspektive), Ideen- und Begriffsgeschichte, Global History und Weltliteratur behandelt.
Module des Studiengangs |
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| Grundlagenbereich | |
| Modul Konzepte und Kontexte der Osteuropastudien | |
| Theorien und Methoden | |
| Wissenschaftliches Arbeiten | |
| Interdisziplinärer Wahlbereich | |
| Modul aus dem Profilbereich | |
| Profil A |
Systemumbrüche und Mobilisierung |
| Dynamiken gesellschaftlicher Transformationen | |
| Konflikte und Krisen in Osteuropa | |
| Profil B |
Akteur*innen und Praktiken |
| Ressourcen und Infrastrukturen | |
| Verflechtungen und globale Perspektiven | |
| Bereich Angewandte Osteuropastudien | |
| Interdisziplinäre Projektarbeit | |
| Wahl | Angewandte Osteuropastudien A |
| Angewandte Osteuropastudien B (mit Praktikum) | |
| Bereich Spracherwerb: 3 Sprachmodule | |
Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.
Die Studien- und Prüfungsordnung regelt Aufbau und Ablauf des Studiums und enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls sowie einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Zudem definiert sie Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und gibt die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie den Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium an.
Zentralinstitut Osteuropa-Institut
Dr. Alexandra Oberländer
Garystraße 55
14195 Berlin
+49 30 838 50041
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Osteuropa-Institut: Masterstudiengang Osteuropastudien
Osteuropastudien ist ein Masterstudiengang mit Regionalbezug. Das Zentralinstitut Osteuropa-Institut arbeitet interdisziplinär am Zentrum für Regionalstudien (Center for Area Studies) der Freien Universität. Dazu gehört auch die Kooperation mit internationalen Partneruniversitäten sowohl im ost- als auch im westeuropäischen Raum.
Für den Masterstudiengang Osteuropastudien ist die Forschungslandschaft Berlins von großem Vorteil. Das Osteuropa-Institut unterhält viele Kooperationen mit den anderen Universitäten Berlins und zahlreichen akademischen Netzwerken in Berlin-Brandenburg. Die Studierenden profitieren nicht nur von der räumlichen Nähe des Instituts zu Osteuropa, sondern auch von seiner wissenschaftlichen Relevanz und Reichweite in der regionalwissenschaftlichen Forschung. Am Osteuropa-Institut sind zahlreiche Drittmittelprojekte angesiedelt, in deren Arbeit die Studierenden aktiv mit einbezogen werden.
Von besonderer Bedeutung für den Berufseinstieg ist die Praktikumsbörse des Osteuropa-Instituts. Dort haben die Studierenden dank aktueller Praktika- und Stellenausschreibungen mit Osteuropa-Bezug Gelegenheit, den passenden Einstieg ins Berufsleben zu finden.
Der Masterstudiengang liefert die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Erfahrungen für spätere Tätigkeiten als Osteuropa-Expert*in unter anderem in folgenden Bereichen: in Politik und Politikberatung, Sozialpolitik und Sozialarbeit, Wirtschaft und Wirtschaftsberatung, Auswärtigem Dienst und internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Kultur, Touristik, staatlicher und kommunaler Planung und Verwaltung, Medien, Erwachsenenbildung, Verlags- und Bibliothekswesen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
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