Der Masterstudiengang Lehramt an Grundschulen qualifiziert die Studierenden zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst für die Tätigkeit als Lehrkraft an Grundschulen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs erwerben die Studierenden den akademischen Grad „Master of Education“.
In den studierten Fächern und Lehrgebieten werden aktuelle Fragestellungen zu Unterricht und Erziehung in der Grundschule, aktuelle fach- sowie fachdidaktikbezogene und pädagogische Forschungsfragen, Forschungsansätze und Forschungsresultate sowie ausgewählte Ergebnisse grundschulbezogener Schulentwicklungsforschung vorgestellt und diskutiert. Es werden fachbezogene didaktische und methodische Konzeptionen und Modelle thematisiert sowie exemplarische Methoden zur eigenen Erforschung von Praxis erörtert. Hinzu kommen Grundlagen der pädagogischen Diagnostik sowie der Lernförderung und Lernmotivation. Weitere Studieninhalte betreffen Verfahrensweisen, theoretische und empirische Grundlagen zur Gestaltung von Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationsprozessen in der Grundschule. Hierbei werden auf die Grundschule bezogene Prinzipien, Kriterien und Verfahren der Sprachstandsdiagnose und der Sprachförderung thematisiert.
Für den Zugang zum Lehramtsmasterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:
Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang ist die erfolgreiche Absolvierung des an der Freien Universität Berlin angebotenen Bachelorstudiengangs Grundschulpädagogik, der auf diesen Masterstudiengang bezogen ist, mit einem integrativen Studium von Deutsch, Mathematik und einem weiteren Fach sowie einer Vertiefung eines dieser drei Fächer und Lehramtsbezogener Berufswissenschaft für Grundschulen (LBW-GS) oder ein gleichwertiger deutscher oder ausländischer Abschluss eines Hochschulstudiums.
Die Fächerkombination sowie die Wahl des Vertiefungsfaches des vorangegangenen Bachelor-Studiums muss beibehalten werden.
Bei Bewerber*innen, die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Hochschule oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen zu erbringen. Dies kann durch das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) oder durch Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Freien Universität Berlin erfolgen.
Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen enthält die Zugangssatzung für den Masterstudiengang für das Lehramt an Grundschulen.

Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (NC) oder zulassungsfrei (kein NC) ist, wird jedes Semester neu festgelegt. Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.
Informationen zur Zulassung für Master of Education.
Im Master of Education für das Lehramt an Grundschulen sind insgesamt Leistungen im Umfang von 120 Leistungspunkten (LP) nachzuweisen. Es dabei muss die, bereits im Bachelor gewählte, Fächerkombination fortgesetzt werden.
Das Studium gliedert sich in folgende Bestandteile:
Die Lehrveranstaltungen des Faches Deutsch vertiefen und intensivieren die im Bachelor-Studium gewonnenen Einsichten in die Erforschung, Beurteilung und Gestaltung sprachlich-kultureller Lernprozesse von Grundschulkindern (auch mit Deutsch als Zweitsprache – DaZ) durch die selbstständige und wissenschaftliche Erarbeitung didaktischer Fragestellungen. Bezugsrahmen sind Theorien der sprachlichen Enkulturation, der Entwicklung narrativer Kompetenz und der Lese- und Mediensozialisation sowie quantitative, qualitative und vergleichende Studien zur Analyse der sprachlichen und literarischen Kompetenzen von Lernenden (auch für DaZ).
Im Vertiefungsfach findet eine Auseinandersetzung mit Theorien und Methoden einschlägiger empirisch-didaktischer Studien zur Dokumentation und rekonstruktiven Analyse sprachlich-kultureller Lernprozesse von Grundschulkindern (auch mit Deutsch als Zweitsprache – DaZ) statt und die Studierenden führen mitunter eigene Unterrichtsforschungsprojekte durch, in dem didaktische Konzeptionen des Deutschunterrichts auf Basis quantitativer, qualitativer und vergleichender Studien untersucht werden. Ebenfalls vertiefen die Studierenden ihr Fachwissen durch die Wahl einer Lehrveranstaltung der Literatur- oder Sprachwissenschaft.
Die Lehrveranstaltungen des Studien- oder Vertiefungsfaches Mathematik erweitern und intensivieren die im Bachelorstudiums gewonnenen Einsichten in die Erforschung, Beurteilung und Gestaltung von Mathematikunterricht und Mathematiklernen im Grundschulalter, in-dem sie selbstständig wissenschaftliche und didaktische Fragestellungen erarbeiten und die an der Schule und im Unterricht durch eigenständige Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit selbstgewählten inhaltlichen Schwerpunktsetzungen untersuchen. Bezugsrahmen sind Theorien und Konzeptionen zu mathematischer Allgemeinbildung (Mathematical Literacy) und Paradigmen, Methodologien und Ergebnisse quantitativer, qualitativer und vergleichender Studien zur Erforschung des Unterrichtsalltags.
Im Vertiefungsfach Mathematik werden zusätzlich fachwissenschaftliche sowie fachdidaktische Inhalte vertieft.
In den Lehrveranstaltungen des Studien- oder Vertiefungsfaches Sachunterricht werden Fragestellungen und Methoden sachunterrichtsbezogener Forschung erarbeitet sowie aktuelle fachdidaktische Debatten angeeignet, erörtert und auf die Schulwirklichkeit bezogen. Die Studierenden entwerfen unter Einbezug bildungs- und entwicklungspsychologischer Theorien und aktueller Forschungsergebnisse sowie der Methode des Forschenden Lernens eigene fachdidaktische Forschungsvorhaben, führen diese durch und werten sie aus. Diese Forschungsvorhaben können Sachunterricht selbst, dessen Rahmenbedingungen oder forschendes Lernen von Schülerinnen und Schülern im Sachunterricht zum Gegenstand haben. Dabei sollen die theoretischen Grundlagen des Faches, Anforderungen der Unterrichtspraxis und aktuelle Forschungsergebnisse mit einander verknüpft bzw. auf einander bezogen werden.
Im Vertiefungsfach Sachunterricht in Verbindung mit Gesellschaftswissenschaften werden außerdem spezifische fachliche und/oder fachdidaktische Inhalte aus einem der Fächer Geschichte, Geographie oder Sozialkunde/Politikwissenschaften thematisiert.
Im Vertiefungsfach Sachunterricht in Verbindung mit Naturwissenschaften werden außerdem spezifische fachliche und/oder fachdidaktische Inhalte aus einem der Fächer Physik, Chemie und Biologie thematisiert.
In den Lehrveranstaltungen des Studien- oder Vertiefungsfaches Englisch beschäftigen sich die Studierenden mit den zentralen Bereichen der Fremdsprachendidaktik, zu denen unterschiedliche konzeptuelle Ansätze sowie eine reichhaltige konzeptuelle wie empirische Forschungsliteratur vorliegen. An den Inhalten können neben der aktuellen Diskussion eine historische Entwicklung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklung thematisiert werden sowie grundlegende Prinzipien und Probleme des Fremdsprachenunterrichts.
Anschließend an das Praxissemester werden die Erfahrungen der Studierenden aufgegriffen und theoriebasiert vertieft. Dazu zählen die Verwendung von Unterrichtsmethoden und Lehr- und Lernmaterialien sowie Möglichkeiten zur Differenzierung und Individualisierung ebenso wie die Förderung und Evaluation von Kompetenzen. Außerdem findet vor diesem praktischen Hintergrund eine erweiterte Auseinandersetzung mit den Forschungsmethoden der Fremdsprachendidaktik statt.
Im Vertiefungsfach erweitern die Studierenden darüber hinaus ihr Fachwissen in einem gewählten fachlichen Themenbereich.
In den Lehrveranstaltungen des Vertiefungsfaches Französisch bearbeiten die Studierenden Inhalte aus den zentralen Bereichen der Fremdsprachendidaktik und lernen an ihnen unterschiedliche konzeptuelle Ansätze sowie Ergebnisse aus der konzeptuellen wie empirischen Forschungsliteratur kennen. An den Inhalten können die Studentinnen und Studenten neben der aktuellen Diskussion eine historische Entwicklung und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklung thematisieren sowie grundlegende Prinzipien und Probleme des Fremdsprachenunterrichts erkennen.
Weiterhin werden bei den Studierenden mündliche sowie schriftliche Fertigkeiten der französischen Sprache und ein angemessener Umgang mit den Schülerinnen und Schülern in deren Spracherwerbsprozess geschult. In Hinblick auf die spätere Lehrtätigkeit werden Elemente der Lehrersprache vermittelt sowie fachliche Inhalte wie historische und kulturelle Gegebenheiten der Zielländer anhand von unterschiedlichen Medien.
Im Ergänzungsbereich des Masters of Education müssen drei Module belegt werden, die thematisch das Modul des Wahlpflichtbereichs aus dem Bachelorstudiengang fortsetzen können. Zur Wahl stehen Module aus den Bereichen: Diversity- und kommunikative Kompetenz, Informations- und Medienkompetenz, Musisch-Ästhetische-Erziehung (MÄErz), Organisations- und Managementkompetenz sowie Fremdsprachen (Arabisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch).
Im dritten Fachsemester des Masters of Education ist ein Praxissemester angesiedelt, das zu Teilen praktisch an einer Schule und zu Teilen theoretisch, begleitend im universitären Rahmen absolviert wird.
In der Begleitung und Betreuung der Praxis werden Fragen für die teilnehmende Beobachtung und Erforschung von Unterricht, Erziehung und Schulgestaltung erarbeitet sowie konkrete fachspezifische Unterrichtsentwürfe diskutiert, auf ihre praktische Umsetzung hin reflektiert und mit Bezug auf spezielle Schulbedingungen bzw. inhaltliche Charakteristika weiter konkretisiert. Im Schulpraktikum werden Hospitationsaufgaben und Unterrichtsstunden mit eigener Unterrichtstätigkeit durchgeführt und dokumentiert. Die Unterrichtsbeobachtungen, -analysen und eigenständigen praktischen Unterrichtsversuche berücksichtigen die jeweiligen schul- und unterrichtsspezifischen Belange.
Die universitären Veranstaltungen vermitteln weiterhin einen Einblick in die grundlegenden Strukturen und institutionellen Rahmenbedingungen des Schulsystems sowie in die Anforderungen und Bedingungen der Schulentwicklung. Im Zentrum steht die Beobachtung, Beurteilung und Gestaltung von Unterricht. Aus basalen lehr-lerntheoretischen Konzepten, bildungstheoretischen Ansätzen und aktuellen Befunden der Lern- und Unterrichtsforschung werden Qualitätsmerkmale des Unterrichts abgeleitet und vor diesem Hintergrund didaktische Grundfragen erörtert.
Die Studien- und Prüfungsordnung regelt Aufbau und Ablauf des Studiums und enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls sowie einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Zudem definiert sie Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und gibt die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie den Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium an.
DSE: Studien- und Prüfungsordnungen (Überblick und Lesefassungen)
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Absolvent*innen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.
Das erfolgreich abgeschlossenes dreijähriges Bachelorstudium und ein anschließendes zweijähriges Master-Studium mit eineinhalbjährigem Vorbereitungsdienst führen zum Amt des Studienrates*der Studienrätin.
Darüber hinaus bieten die beiden Fächer unterschiedliche weitere Möglichkeiten hinsichtlich des Berufsbildes und der Berufsmöglichkeiten eröffnen.
Die Dahlem School of Education (DSE) bündelt die Lehrkräftebildung an der Freien Universität Berlin und vernetzt Fachwissenschaften, Fachdidaktiken sowie Bildungswissenschaften in einem gemeinsamen Ausbildungs- und Forschungsumfeld. Studierende des Master of Education profitieren von dieser fachbereichsübergreifenden Organisation, die eine enge Verzahnung von wissenschaftlicher Qualifizierung, schulischer Praxis und bildungswissenschaftlicher Forschung ermöglicht. Die DSE koordiniert die verschiedenen Studienbestandteile und unterstützt den Übergang zwischen den beteiligten Disziplinen sowie den Praxisphasen des Studiums.
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