Der Masterstudiengang Judaistik bietet eine interdisziplinäre, forschungsorientierte Ausbildung mit dem Kernbereich Judaistik sowie den Profilbereichen Judentum und Islam und Holocaust Studies; die Module des Profils Holocaust Studies werden am Touro College Berlin studiert. Mit diesen Schwerpunkten greift der Studiengang gesellschaftlich und politisch hochrelevante Themen auf.
Im Kernbereich werden vertiefte Kenntnisse jüdischer Geschichte, Religion, Kultur und Gesellschaft sowie jüdischer Selbstverständnisse in unterschiedlichen historischen und multireligiösen Kontexten vermittelt. Dabei werden insbesondere Entwicklungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart, einschließlich Antijudaismus, Antisemitismus und Zionismus, behandelt.
Die Profilbereiche vertiefen diese Inhalte entsprechend der gewählten Schwerpunktsetzung. Das Profil Judentum und Islam vermittelt Kenntnisse zu jüdischem Leben im islamischen Kulturraum sowie zu den Beziehungen beider Religionsgemeinschaften in Geschichte und Gegenwart. Das Profil Holocaust Studies verbindet judaistische Fachkenntnisse mit der wissenschaftlichen Analyse von Antisemitismus, Rassismus sowie Ursachen, Verlauf und Folgen des Holocaust. Ergänzend ermöglichen Komplementärmodule, insbesondere aus benachbarten Disziplinen und Sprachfächern, eine individuelle fachliche Vertiefung.
Der Studiengang berücksichtigt in allen Studienbereichen Gender- und Diversityperspektiven. Ein besonderer Stellenwert kommt dem Hebräischen als zentraler Quellensprache zu; je nach Schwerpunkt umfasst das Studium die Arbeit mit originalsprachlichen Texten aus verschiedenen Epochen und Bereichen der jüdischen Tradition.
Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:
Bewerberinnen und Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die ihren Studienabschluss an einer ausländischen Universität oder gleichgestellten Einrichtung erworben haben, müssen den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse für den Studiengang oder eines gleichwertigen Kenntnisstandes gemäß der Ordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerberinnen und -bewerber an der Freien Universität Berlin erbringen.
Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen enthält die Satzung zur Regelung der Vergabe von Studienplätzen für den Masterstudiengang Judaistik(pdf-Datei).

Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (NC) oder zulassungsfrei (kein NC) ist, wird jedes Semester neu festgelegt. Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester
Informationen zur Zulassung für Master of Arts.
Der Masterstudiengang Judaistik setzt sich aus den Modulen des Kernbereichs, des Wahlpflichtbereichs/Bereichs des Profilstudiums („Judentum und Islam“, „Holocaust Studies“) und des Komplementärbereichs zusammen. Im Komplementärbereich stehen Sprachmodule sowie Fachmodule anderer Masterstudiengänge zur Wahl.
Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, eine Forschungsaufgabe mit wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu bearbeiten und darzustellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms wird der Hochschulgrad Master of Arts (M.A.) verliehen.
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| Modul | Jüdisches Selbstverständnis und Toleranz |
| Modul | Jüdische Lebenswelten |
| Modul | Jüdische Antworten auf die Moderne und Postmoderne |
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Im Wahlbereich ohne Profilstudium sind drei der folgenden Module zu belegen: |
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| Modul | Normative Traditionen im kulturellen Wandel |
| Modul | Judentum und Islam |
| Modul | Jüdische Wissensgeschichte |
| Modul | Geschichte des Holocaust |
| Modul | Folgen des Holocaust |
| Modul | Geschichte und Folgen des Holocaust |
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Im Wahlbereich mit dem Profil „Judentum und Islam“ sind die folgenden Module zu belegen: |
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| Modul | Normative Traditionen im kulturellen Wandel |
| Modul | Judentum und Islam |
| Modul | Jüdische Wissensgeschichte |
| Im Wahlbereich mit dem Profil „Holocaust Studies“ sind die folgenden Module zu belegen: | |
| Modul | Geschichte des Holocaust |
| Modul | Folgen des Holocaust |
| Modul | Geschichte und Folgen des Holocaust |
| Im Komplementärbereich stehen Sprachmodule sowie Fachmodule anderer Masterstudiengänge zur Wahl. | |
Die Studien- und Prüfungsordnung regelt Aufbau und Ablauf des Studiums und enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls sowie einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Zudem definiert sie Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module und gibt die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie den Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium an.
Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut für Judaistik
Dr. Saskia Dönitz
Fabeckstr. 23-25
14195 Berlin
+49 30 83857418
E-Mail
s.doenitz@fu-berlin.de
Homepage
Homepage Master Judaistik
Der Masterstudiengang Judaistik schöpft die Bandbreite der an der FU-Berlin angesiedelten Fächervielfalt aus, vor allem der Geschichtswissenschaft sowie derjenigen Fächer, die sich im weitesten Sinn mit der islamischen Geschichte und Kultur befassen. Darüber hinaus bietet die Freie Universität Berlin hervorragende Bibliotheken, Recherchequellen und auch unbeschränkten Zugang zum Visual History Archive der Shoah Foundation.
Die Freie Universität Berlin gehört zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Universität Potsdam, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) sowie mit dem Abraham Geiger Kolleg und mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien zu den Trägereinrichtungen des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, deren Lehrveranstaltungen zu Jüdischen Studien und Antisemitismusforschung als Studienleistungen gegenseitig anerkannt werden.
Am Standort Berlin haben Studentinnen und Studenten Zugang zu umfangreichen Sammlungen von Archiven (Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz mit Orientabteilung; Neue Synagoge – Centrum Judaicum; Leo Baeck Archiv am Jüdischen Museum) und Spezialbibliotheken (Bibliothek des Jüdischen Museums, Haus der Wannseekonferenz, Topographie des Terrors, Bibliothek der Jüdischen Gemeinde; Bibliothek des Touro College Berlin) sowie zu Sammlungen der anderen Universitäten und öffentlichen Bibliotheken. Das Institut ermöglicht Studentinnen und Studenten den Zugang zu den wichtigsten Datenbanken der rabbinischen Literatur.
Absolvent*innen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen, die in erster Linie auf kulturwissenschaftlich orientierte Berufsfelder und Tätigkeiten im universitären und außeruniversitären Forschungs- und Lehrbereich (Universitäten, wissenschaftliche Institutionen, Erwachsenen- und Weiterbildung) vorbereiten. Die erlernten spezifischen Kompetenzen eröffnen Zugang zu weiteren, weit gefächerten Berufsfeldern, vor allem im Bibliotheks-, Archiv- und Museumswesen, im Bereich der Gedenkstätten und Holocaustvermittlung, im Bereich der interreligiösen Arbeit, im Bereich der Medien (Presse, Verlage, Öffentlichkeitsarbeit) sowie in kulturellen und religiösen Organisationen.
Studierenden-Service-Center
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