Die Sonderpädagogik befasst sich in Theorie und Praxis mit Personen, die aufgrund von individuellen und sozialen Faktoren benachteiligt werden. Es geht um die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit besonderem Förderbedarf durch individuelle Hilfen und um die Wertschätzung sowie Anerkennung von Diversität. Ziel soll eine gesellschaftliche, schulische und berufliche Teilhabe und die Selbstständigkeit in allen Lebensbereichen sein.
Das lehramtsbezogene Kernfach Sonderpädagogik an der Freien Universität Berlin richtet sich auf das Schwerpunktthema Inklusion. Studiert werden die Förderschwerpunkte Emotionale und Soziale Entwicklung, Sprachliche Entwicklung und Entwicklung des Lernens, welche im Bereich der inklusiven Schule im Schulalltag besonders zentral sind. Die pädagogischen Herausforderungen der Gestaltung von Unterricht für sehr heterogene Gruppen im Fokus. Außerdem wird auf pädagogische Konzepte, Programme der schulischen Arbeit, gleichstellungspolitische und inklusionspädagogische Fragen sowie gesellschaftliche Werte und Normen eingegangen.
Kann auch für die Grundschule studiert werden: Mono-Bachelor Grundschulpädagogik
Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei (ohne Platzbeschränkung) ist, wird jedes Semester neu festgelegt.
Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.
Sonderpädagogik wird als Kernfach mit 90 LP im Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien (ISS/Gym) mit einem für das gewünschte Lehramt geeigneten 60 LP-Modulangebot und dem Studienbereich Lehramtsbezogene Berufswissenschaft (LBW) studiert.
Der Studienbereich LBW ist obligatorisch bei allen Lehramtsstudierenden. Dort setzen sich Studierende mit der Bildungswissenschaft, Deutsch als Zweitsprache, der Didaktik in heterogenen Lerngruppen sowie der Fachdidaktik des Modulangebots auseinander.
Am Ende des Studiums erfolgt im Kernfach die Bachelorarbeit als eigenständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung.
Der Studienbereich Lehramtbezogene Berufswissenschaft (LBW) ist obligatorischer Bestandteil aller lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengänge. Er besteht aus zwei erziehungswissenschaftlichen Modulen, dem Modul Deutsch als Zweitsprache sowie zwei fachdidaktischen Modulen. Teil des einen erziehungswissenschaftlichen Moduls ist ein mehrwöchiges Orientierungspraktikum.
In der interaktiven Tabelle findet man die Kombinationsmöglichen für das Lehramt von Kernfach und 60LP-Modulangebot.
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Module im Kernfach Sonderpädagogik (90 LP) |
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Allgemeine Sonderpädagogik |
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Modul |
Einführung in die Pädagogik für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf |
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Förderschwerpunkt Sprachliche Entwicklung |
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Modul |
Sprachliche Entwicklung |
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Modul |
Interventionen bei Besonderheiten in der sprachlichen Entwicklung |
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Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung |
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Modul |
Emotionale und soziale Entwicklung |
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Modul |
Interventionen bei Besonderheiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung |
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Förderschwerpunkt Entwicklung des Lernens |
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Modul |
Entwicklung des Lernens |
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Modul |
Interventionen bei Besonderheiten in der Entwicklung des Lernens |
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Forschungsmethoden |
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Modul |
Forschungsmethoden im Kontext von Inklusion |
Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan.
Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.
Bachelor-Absolvent*innen sind insbesondere für lehramtsbezogene, andere pädagogische und erziehungswissenschaftlich weiterführende Masterstudiengänge qualifiziert. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit in beruflichen Tätigkeitsfeldern wie z.B. in der Bildungsadministration oder in speziellen Schulbuch- oder Zeitschriftenverlagen zu arbeiten. Die Tätigkeit als Lehrkraft an öffentlichen Schulen ist im Land Berlin nur mit einem Master of Education möglich.
Die Arbeit an der Schule umfasst dabei sowohl den Fachunterricht im Modulangebot (Nebenfach) als auch sonderpädagogische Tätigkeiten.
Für Leitungspositionen oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Masterabschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Der Studiengang der Sonderpädagogik an der Freien Universität Berlin bietet den Studierenden forschungsnahe Lehre von Dozierenden aus unterschiedlichen Fachgebieten. Durch den klaren Fokus auf Inklusion ist der Studiengang an aktuellen Entwicklungsprozessen im deutschen Schulsystem orientiert.
Die Freie Universität Berlin und insbesondere der Studiengang Sonderpädagogik sind explizit familienfreundlich ausgerichtet, sodass die Vereinbarung von Studium und Familie bestmöglich unterstützt wird.
Alle neuen Studierenden werden zu Beginn des Studiums ausgiebig in der Orientierungswoche in den Studiengang eingeführt und während des Studiums durchgängig durch die Studienfachberatung bei allen aufkommenden Anliegen unterstützt.
Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie
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