Die Frage, was Philosophie ist, ist in den Augen vieler Philosophinnen und Philosophen bereits selbst eine (schwierige) philosophische Frage. Im grundlegendsten Sinne ist sie Nachdenken über das Denken: eine kritische Reflexion auf die Art und Weise, wie wir die Welt und uns selbst begreifen. Philosophie ist eine Selbstprüfung des Denkens, das sich seiner eigenen Wurzeln, Werkzeuge und Grenzen zu versichern sucht. Insofern hinterfragt Philosophie stets auch die Vernunftfähigkeit des Menschen selbst. Gegenstand des Philosophiestudiums an der Freien Universität Berlin sind die Hauptbereiche Praktische Philosophie und Theoretische Philosophie sowie spezielle Gebiete, z.B. die Hauptepochen der Philosophiegeschichte, das Verhältnis von Philosophie zu Einzelwissenschaften sowie das Verhältnis von Philosophie und Lebenswelt (Gesellschaft, Kultur etc.).
Die Grundlagenprobleme der Philosophie haben sich im Wesentlichen seit ihren Anfängen nicht geändert. Die Erkenntnistheorie stellt z.B. Fragen nach den Grenzen und Möglichkeiten unserer Erkenntnis oder danach, was überhaupt Wissen von der Welt ist. Im Bereich der Metaphysik werden die grundlegendsten Kategorien, in denen wir die Welt begreifen, untersucht: Was bedeutet es, dass etwas ist? Was ist der Raum, was ist die Zeit? Was macht die Identität eines Dings durch alle Veränderung hindurch aus? Das Studiengebiet Sprachphilosophie und Hermeneutik behandelt u.a. Fragen nach Ursprung und Funktion sprachlicher Bedeutung. Wie ist der Zusammenhang von Sprache und menschlichem Denken, Erkennen, Kommunizieren und Handeln zu begreifen? Die Ethik behandelt Probleme der Unterscheidung von moralisch richtigen und falschen Einstellungen und Handlungen. Das Studiengebiet Politische Philosophie, Sozialphilosophie und Anthropologie bezieht sich auf Fragen nach den Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens in Gesellschaft und Staat. Die Ästhetik behandelt Fragen nach der Natur des Schönen und nach den Quellen und der Begründbarkeit unserer ästhetischen Empfindungen und Urteile.
Im Studium werden diese Fragen unter systematischen und historischen Aspekten und aus verschiedenen philosophischen Perspektiven von der Antike bis in die Gegenwart analysiert. Dabei geht es um die hermeneutische (verstehende) Erschließung von Texten, deren begrifflich-analytische Klärung und kritische Reflexion. Studierende der Philosophie werden in die Methoden der philosophischen Logik und der dialektischen Argumentation eingeführt. Das Bachelorstudium zielt darauf, die Fähigkeit zur philosophischen Argumentation und zur Entwicklung eigener philosophischer Fragestellungen zu schärfen. Philosophie lässt sich in enger Verbindung zu praktisch allen anderen Wissenschaften studieren (Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften), da alle wissenschaftlichen Disziplinen an ihren Rändern in philosophische Reflexionen übergehen.
Der Studiengang ist auch als Lehramtsbachelor studierbar.
Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei (ohne Platzbeschränkung) ist, wird jedes Semester neu festgelegt.
Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.
Das Studium gliedert sich in eine Grundlagenphase und eine Aufbauphase.
Im 60LP und 30LP-Modulangebot ist der Umfang der Aufbauphase geringer.
Beim Kernfach erfolgt am Ende des Studiums die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit)
Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan.
Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Wenn Philosophie als Modulangebot im Rahmen eines Kombinations-Bachelor-Studiengangs studiert wird, prägt das gewählte Kernfach in der Regel die berufliche Qualifikation.
Absolvent*innen der Philosophie sind nicht auf ein bestimmtes Berufsfeld festgelegt. Die im Studium erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten qualifizieren sie - im Verbund mit entsprechenden Zusatzqualifikationen, die beispielsweise in Praktika erworben werden können - für eine Vielzahl von Tätigkeiten, bei denen philosophische Kenntnisse und insbesondere analytische, hermeneutische und logisch-argumentative Kompetenzen gefragt sind (z.B. in Verlagen, Medien, Kultur- und Bildungseinrichtungen). Mit betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen können sie in Wirtschaftsunternehmen tätig werden, beispielsweise in Vertrieb und Marketing oder auch im Personalwesen.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Wenn Philosophie als Modulangebot im Rahmen eines Kombinations-Bachelor-Studiengangs studiert wird, prägt das gewählte Kernfach in der Regel die berufliche Qualifikation.
Absolvent*innen der Philosophie sind nicht auf ein bestimmtes Berufsfeld festgelegt. Die im Studium erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten qualifizieren sie - im Verbund mit entsprechenden Zusatzqualifikationen, die beispielsweise in Praktika erworben werden können - für eine Vielzahl von Tätigkeiten, bei denen philosophische Kenntnisse und insbesondere analytische, hermeneutische und logisch-argumentative Kompetenzen gefragt sind (z.B. in Verlagen, Medien, Kultur- und Bildungseinrichtungen). Mit betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen können sie in Wirtschaftsunternehmen tätig werden, beispielsweise in Vertrieb und Marketing oder auch im Personalwesen.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Für Breite und Vielfalt des Lehrangebots stehen die verschiedenen Arbeitsbereiche des Instituts für Philosophie, das zu den großen Philosophie-Instituten in Deutschland gehört. Schwerpunkte in der Theoretischen Philosophie sind Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik, Sprachphilosophie sowie Philosophie des Geistes. In der Praktischen Philosophie liegen Schwerpunkte in Ethik, Rechts- und Sozialphilosophie sowie Politischer Philosophie.
Außerdem wird im Bereich Ästhetik, Geschichte der Philosophie, Philosophische Anthropologie und interdisziplinäre philosophische Geschlechterforschung gelehrt und geforscht. Als Methoden sind Phänomenologie und Hermeneutik ebenso wie analytische Philosophie vertreten. Zudem ist es möglich, Philosophie/ Ethik für das Lehramt an Schulen zu studieren.
Eine Übersicht über die Arbeitsbereiche der Lehrenden findet sich auf der Homepage des Instituts für Philosophie.
Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Institut für Philosophie
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
Studienfachberatung:
Homepage:
Erste Anlaufstelle für Informationen rund ums Studium
Studierenden-Service-Center
Iltisstr. 4, 14195 Berlin
E-Mail: info-service@fu-berlin.de
Telefon: +49 (0)30 838 - 70000
Montag bis Donnerstag: 9.00-16.00 Uhr
Freitag: 9.00-14.00 Uhr
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