Die Griechische Philologie beschäftigt sich mit griechischer Sprache, altgriechischer Literatur und griechischem Denken, worauf die europäische Geistesgeschichte, Begrifflichkeiten, Literatur und Wissenschaft bis heute basieren. Vermittelt werden außerdem Grundkenntnisse in griechischer Geschichte und Kultur sowie wichtige Methoden des wissenschaftlichen Umgangs mit Sprache und Texten im Allgemeinen. Die griechische Sprache wird sowohl in ihrer Systematik als auch in ihrer Entwicklung betrachtet. Dabei wird die Sprachkompetenz an den griechischen Dialekten und Literatursprachen (in Prosa vor allem Ionisch, Attisch und Koiné, in der Dichtung vor allem epische Kunstsprache, Äolisch und Dorisch, inklusive Metrik und Prosodie) geschult. Später treten die sogenannten Stilkurse (Übersetzungen in die altgriechische Sprache) hinzu.
Ebenso systematisch werden literarische sowie nichtliterarische Texte und Gattungen (darunter auch Sachtexte und Inschriften) behandelt, die zunächst die römische, dann die europäische Literatur, Kunst und Geistesgeschichte geprägt haben. Die Studierenden befassen sich mit ausgewählten Gegenständen der griechischen Geschichte, Geistesgeschichte oder Kultur (etwa Mythos, Drama, Philosophie, Wissenschaften, Kunst oder Religion) und gewinnen auch Einblicke in die Nachbardisziplin Byzantinistik. Ergänzt wird das Programm durch systematische Schulungen in Theorien und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaften (z.B. Theorie und Praxis des Übersetzens) sowie in spezifischen Arbeitsweisen und Methoden der Klassischen Philologie.
Der Studiengang ist auch als Lehramtsbachelor studierbar.
Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei (ohne Platzbeschränkung) ist, wird jedes Semester neu festgelegt.
Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.
Das Studium gliedert sich in eine Grundlagenphase und eine Aufbauphase.
Beim Kernfach Griechische Philologie erfolgt am Ende des Studiums die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).
Im 60LP-Modulangebot ist der Umfang der Aufbauphase geringer.
Beim 30 LP-Modulangebot Griechische Literatur in Übersetzung erhalten die Studierenden einen Überblick über die griechische Literatur, lernen deren Entstehungsvoraussetzungen kennen und eignen sich ein Verständnis für antike Texte an. Im Studium werden Kenntnisse zu den wichtigsten Prosagattungen sowie zu den poetischen Gattungen vermittelt, aber auch einführend die archaische und die klassische Epoche thematisiert. Eine vertiefende Auseinandersetzung findet mit wichtigen Texten in Übersetzung der archaischen und der klassischen Epoche der griechischen Literatur statt. Je nach Schwerpunktsetzung kann ein Bereich eines bestimmten Genres oder eines größeren Autors oder Werks intensiver betrachtet werden.
Gegenstände des 30 LP-Modulangebots ‚Sprachen der Klassischen Antike - Griechisch‘ sind die altgriechische Sprache und ausgewählte Ausschnitte der altgriechischen Literatur. Die Sprachkompetenz wird in der Grammatikphase von Grund an erworben und in der Lektürephase an einfachen bis mittelschweren Originaltexten weiter geschult. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der attischen Prosa; jedoch werden andere Dialekte und Dichtersprachen einbezogen
Beim 30 LP-Modulangebot Griechische Literatur in Übersetzung erhalten die Studierenden einen Überblick über die griechische Literatur, lernen deren Entstehungsvoraussetzungen kennen und eignen sich ein Verständnis für antike Texte an. Im Studium werden Kenntnisse zu den wichtigsten Prosagattungen sowie zu den poetischen Gattungen vermittelt, aber auch einführend die archaische und die klassische Epoche thematisiert. Eine vertiefende Auseinandersetzung findet mit wichtigen Texten in Übersetzung der archaischen und der klassischen Epoche der griechischen Literatur statt. Je nach Schwerpunktsetzung kann ein Bereich eines bestimmten Genres oder eines größeren Autors oder Werks intensiver betrachtet werden.
GrundlagenphaseModul Griechische Literatur in Übersetzung 1
Modul Griechische Literatur in Übersetzung 2
Modul Griechische Literatur in Übersetzung 3
Modul Griechische Literatur in Übersetzung 4
Das Studium ist dreiphasig aufgebaut: Phase 1 (im ersten Studienjahr) beinhaltet den grundlegenden Spracherwerb (Anfänger ohne Voraussetzungen) und führt bis auf Graecumsniveau. Phase 2 (zweites Studienjahr) setzt auf dieser Kompetenzstufe ein, fundiert und vertieft die Kenntnis des Attischen und führt weitere Dialekte und Dichtersprachen ein. Phase 3 (drittes Studienjahr) nutzt die erworbene Kompetenz für Originallektüre (Prosa) und führt begleitend in ausgewählte Schwerpunkte der altgriechischen Prosa ein. Es liegt in der Natur der Sache, dass Stundenzahl und Arbeitslast in der Eingangsphase am höchsten sind und mit wachsender Kompetenz immer mehr abnehmen.
GrundlagenphaseModul Grundlagen der altgriechischen Sprache
AufbauphaseModul Grammatik und Übersetzung
Vertiefungsphase (ein Modul zu wählen)Modul Griechische Literatur A oder Griechische Literatur B
Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan.
Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.
Studien- und Prüfungsordnung (neueste Fassung): Griechische Philologie: Kernfach, 60-Leistungspunkte-Modulangebot, 30-Leistungspunkte-Modulangebot; Griechische Literatur in Übersetzung
Studien- und Prüfungsordnung (neuste Fassung): Sprachen der Klassischen Antike - Griechisch
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren.
Absolvent*innen der Griechischen Philologie können in Forschung und Lehre an Hochschulen, aber auch in Sonderforschungsbereichen, kulturellen Institutionen, wie Museen mit dem Thema Altertum, bei Bibliotheken, Verlagen oder im Bereich der Medien tätig werden.
Da nicht alle Absolvent*innen einen Platz auf dem engeren fachwissenschaftlichen Arbeitsmarkt finden, ist der Erwerb von Zusatzqualifikationen, wie sie auch schon im Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) vermittelt werden, sowie die frühzeitige Orientierung in Bezug auf Beschäftigungsmöglichkeiten und die persönliche Bewerbungsstrategie von großer Bedeutung für den erfolgreichen Berufseinstieg.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Ein Zugang zu Tätigkeiten als Lehrkraft an öffentlichen Schulen ist im Land Berlin für Bachelor-Absolvent*innen mit Lehramtsoption nur mit einem einschlägigen lehramtsbezogenen Master-Abschluss (Master of Education) möglich.
Neben dem Lehrberuf an Schulen können Absolvent*innen der Griechischen Philologie in Forschung und Lehre an Hochschulen, aber auch in Sonderforschungsbereichen, kulturellen Institutionen wie Museen mit dem Thema Altertum, bei Bibliotheken, Verlagen oder im Bereich der Medien tätig werden.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Für die Erforschung der Antike bietet Berlin ideale Voraussetzungen. Sowohl an der Freien Universität Berlin als auch an der Humboldt-Universität zu Berlin sind zahlreiche altertumswissenschaftliche Fächer etabliert. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaft mit ihren zahlreichen altertumswissenschaftlichen Projekten (z.B. zu altgriechischen Inschriften oder zur altgriechischen Medizin), die Berliner Museen mit ihren berühmten Beständen (z.B. Pergamon-Museum), Institutionen wie das im Mai 2011 gegründete Antike-Kolleg Berlin oder der altertumswissenschaftliche Exzellenzcluster Topoi (seit 2007) sprechen für sich.
Die Sprache Griechisch ist am Institut für Griechische und Lateinische Sprache der Freien Universität in ihrer vollen historischen Breite etabliert: Lehrstühle für Altgriechisch, Byzantinistik und Neugriechisch decken die bekannte dreitausendjährige Sprach- und Literaturgeschichte vom Mykenischen bis zum Neugriechischen vollständig ab. Die Philologische Bibliothek der Freien Universität besticht durch ihre preisgekrönte Architektur, ihren umfangreichen Bücherbestand und ihre langen Öffnungszeiten. An allen Berliner Antikeprojekten sind Mitglieder der Freien Universität Berlin federführend beteiligt.
Das weltweit bekannte Aristoteles-Archiv beschäftigt sich mit der Erforschung der Überlieferungsgeschichte des „Corpus Aristotelicum“ und präsentiert eine Mikrofilmsammlung zahlreicher griechischer Aristoteles-Manuskripte sowie weitere Bestände an Handschriften mit spätantiken und byzantinischen Kommentartexten zu den Traktaten des Aristoteles. Ein Archiv für Antikerezeption in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 stellt eine Datenbank zur Primär- und Forschungsliteratur bereit.
Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Institut für Klassische Philologie
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
E-Mail:
graezistik@klassphil.fu-berlin.de
Homepage:
Institut für Griechische und Lateinische Philologie
Ansprechperson Sprachen der Klassichen Antike
Jonas Sültmann
jonas.sueltmann@fu-berlin.de
+49 30 838-615 87
Erste Anlaufstelle für Informationen rund ums Studium
Studierenden-Service-Center
Iltisstr. 4, 14195 Berlin
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Montag bis Donnerstag: 9.00-16.00 Uhr
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