Gegenstand der Englischen Philologie sind Sprache, Literatur und Kulturen der anglophonen Welt im weitesten Sinne (außerhalb Nordamerikas); Sprache, Literatur und Kultur Nordamerikas sind Gegenstand des Lehrangebots am John F. Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin.
Das Studium besteht aus einem sprachpraktischen und einem fachwissenschaftlichen Anteil. Dieser setzt sich aus den vier Kernbereichen Linguistik, Literaturwissenschaft, Mediävistik und Cultural Studies zusammen.
Die anglistische Linguistik befasst sich mit der Analyse und Beschreibung der Struktur der englischen Sprache, mit ihrer historischen Entwicklung und der Herausbildung ihrer Varietäten sowie allgemein mit Bedingungen, Funktionen und Formen von Sprache in ihren sozialen und kommunikativen Verwendungszusammenhängen im Lichte aktueller Sprach- und Grammatiktheorien.
Die Literaturwissenschaft beschäftigt sich mit der Analyse und Interpretation literarischer Texte und ihren Kontexten und mit der Reflexion darüber, was das „Literarische“ von Texten ausmacht. Die anglistische Literaturwissenschaft befasst sich mit Texten, die seit dem 16. Jh. in Großbritannien und Irland entstanden sind und mit Texten aus der kolonialen bzw. postkolonialen englischsprachigen Welt (außer Nordamerika).
Die anglistische Mediävistik umfasst das Studium der englischen und schottischen Literatur sowie der Kultur und Sprache des Mittelalters. Im Zentrum stehen literarische und kulturelle Kommunikationsvorgänge, literarische und sprachliche Eigenarten mittelalterlicher englischer Texte mit ihren besonderen historischen Produktions- und Rezeptionsbedingungen und die Verfahren der Beschreibung und Interpretation mittelalterlicher englischsprachiger Literatur auf der Grundlage aktueller, spezifisch mediävistischer Methoden und Theorien.
Die anglistischen Cultural Studies sind grundsätzlich interdisziplinär angelegt. In ihrem Zentrum steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den englischsprachigen Kulturen (außer Nordamerika) in Geschichte und Gegenwart. Davon ausgehend, dass Systeme des Wissens, Texte und Medien eine Gesellschaft, ihre Normen und Strukturen nicht nur reflektieren, sondern diese erst konstituieren, analysieren Cultural Studies solche kulturellen Bedeutungsstiftungen in ihrer institutionellen Einbindung und berücksichtigen dabei insbesondere die gesellschaftlichen Hierarchien und Machtverhältnisse zwischen Geschlechtern, gesellschaftlichen Klassen und Schichten sowie unterschiedlichen Kulturen und Ethnien. Darüber hinaus untersuchen Cultural Studies Parallelen und Konkurrenzbeziehungen zwischen verschiedenen Textsorten und Medien, wobei Literatur keine privilegierte Rolle spielt.
Der Studiengang ist auch als Lehramtsbachelor studierbar.
Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei (ohne Platzbeschränkung) ist, wird jedes Semester neu festgelegt.
Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.
Das Studium der Englische Philologie gliedert sich innerhalb von drei Studienphasen (Basis-, Aufbau- und Vertiefungsphase) in einen sprachpraktischen und einen fachwissenschaftlichen Teil.
Dieser umfasst vier Kernbereiche:
Beim Kernfach erfolgt am Ende des Studiums die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).
Basismodul: Introduction to Literary Studies
Basismodul: Introduction to English Linguistics
Aufbaumodule:
Es sind drei Module aus folgenden Bereichen zu absolvieren:
a) Bereich Literatur- und Kulturwissenschaft
b) Bereich Sprachwissenschaft
c) Affiner Bereich
Basismodul: Introduction to Literary Studies
Basismodul: Introduction to English Linguistics
Aufbaumodule:
Es ist ein Modul aus folgenden Bereichen zu absolvieren:
a) Bereich Literatur- und Kulturwissenschaft
b) Bereich Sprachwissenschaft
Basismodul: Introduction to Literary Studies
Basismodul: Introduction to English Linguistics
Zwei der Aufbaumodule:
Es ist ein Modul aus demselben Kernbereich zu absolvieren:
a) Bereich Literatur- und Kulturwissenschaft
b) Bereich Sprachwissenschaft
Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan.
Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Wenn Englische Philologie als Modulangebot im Rahmen eines Kombinations-Bachelor-Studiengangs studiert wird, prägt das gewählte Kernfach die berufliche Qualifikation.
Ein einheitliches Berufsfeld für Anglist*innen gibt es nicht. In Frage kommen z.B. Bereiche wie Verlagswesen, Medien und Erwachsenenbildung sowie fremdsprachenbezogene Tätigkeiten (z.B. im Tourismus oder in der Übersetzung von Texten aller Art), Öffentlichkeitsarbeit usw. Daneben arbeiten sie in unterschiedlichsten Positionen von Wirtschaftsbetrieben, darunter in Import-/Exportabteilungen, im Projekt- und Produktmanagement, in den Bereichen Multimedia, Vermarktung und Vertrieb. Anglist*innen sind weiterhin in Positionen tätig, in denen sie Funktionen als kulturelle Mittler*innen ausüben, so etwa im Bereich des internationalen Austauschs, bei Verbänden, Stiftungen oder internationalen Organisationen - auch im diplomatischen Dienst. In allen genannten Bereichen konkurrieren die Absolvent*innen jedoch mit Absolvent*innen anderer Studiengänge; einige Bereiche erfordern außerdem spezielle Zusatzqualifikationen.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Die Tätigkeit als Lehrkraft an öffentlichen Schulen ist im Land Berlin für Bachelor-Absolvent*innen mit Lehramtsoption nur mit einem einschlägigen lehramtsbezogenen Master-Abschluss (Master of Education) möglich.
Neben dem Lehrberuf an Schulen gibt es für Anglist*innen weitere Tätigkeitsfelder: In Frage kommen z.B. Bereiche wie Verlagswesen, Medien und Erwachsenenbildung sowie fremdsprachenbezogene Tätigkeiten (z.B. im Tourismus oder in der Übersetzung von Texten aller Art), Öffentlichkeitsarbeit usw. Daneben arbeiten sie in unterschiedlichsten Positionen von Wirtschaftsbetrieben, darunter in Import-/Exportabteilungen, im Projekt- und Produktmanagement, in den Bereichen Multimedia, Vermarktung und Vertrieb. Anglist*innen sind weiterhin in Positionen tätig, in denen sie Funktionen als kulturelle Mittler*innen ausüben, so etwa im Bereich des internationalen Austauschs, bei Verbänden, Stiftungen oder internationalen Organisationen - auch im diplomatischen Dienst. In allen genannten Bereichen konkurrieren die Absolvent*innen jedoch mit Absolvent*innen anderer Studiengänge; einige Bereiche erfordern außerdem spezielle Zusatzqualifikationen.
Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.
Die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin mit einem sehr umfangreichen Bücherbestand bietet den Studierenden ideale Voraussetzungen für Studien- und auch Forschungszwecke. Neben der guten Ausstattung der Philologischen Bibliothek sind auch die langen Öffnungszeiten hervorzuheben, die die Literaturbeschaffung und das Recherchieren erheblich erleichtern.
Das Institut für Englische Philologie ist am Interdiszipliären Zentrum Europäische Sprachen: Strukturen-Entwicklung-Vergleich (ZEUS) beteiligt. Am Zentrum werden die Ressourcen der sprachwissenschaftlichen Einheiten in Forschung und Lehre gebündelt, um dadurch Synergieeffekte zu erzielen, die zu einem Ausbau der Stärken der Sprachwissenschaften an der Freien Universität Berlin führen. ZEUS verfügt über ein eigenes Profil, das sich von dem der Universitäten und Institute im Berliner Raum deutlich unterscheidet und auch überregional als Institution eine wertvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden sprachwissenschaftlichen Einrichtungen mit europäischem Bezug bildet.
Weiterhin bestehen Kooperationen am Interdisziplinären Zentrum: Mittelalter, Renaissance, Frühe Neuzeit der Freien Universität Berlin und mit den anderen anglistischen Instituten der Region.
Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Institut für Englische Philologie
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
E-Mail:
institut@anglistik.fu-berlin.de
Homepage:
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