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Altertumswissenschaften: Profilbereich Prähistorische Archäologie

MONO-BACHELOR & Modulangebot im KOMBI-BACHELOR

Der Bachelorstudiengang Altertumswissenschaften bietet eine breit gefächerte Grundausbildung im engen Verbund von mehreren Disziplinen: Ägyptologie, Altorientalistik, Klassische Archäologie, Prähistorische Archäologie und Vorderasiatische Archäologie sowie Wissensgeschichte und Archäoinformatik.

Die Prähistorische Archäologie erforscht die Lebenswelten vergangener Gesellschaften, die wenig oder keine schriftlichen Überlieferungen hinterlassen haben. Sie untersucht materielle Hinterlassenschaften, um zu Aussagen über Alltagsleben und Wirtschaft, über soziale, politische, kulturelle Strukturen sowie über künstlerische, rituelle und spirituelle Ausdrucksformen des Menschen zu gelangen. Ihr Zeitrahmen reicht von der Menschwerdung bis zu den Epochen mit zunehmender schriftlicher Quellenüberlieferung. Dabei widmet sich unsere Disziplin neben der Rekonstruktion lokaler und regionaler Vorgeschichte in Berlin, Brandenburg und Deutschland auch zahlreichen Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen im europäischen Ausland und anderen Weltgegenden.

Die Prähistorische Archäologie  untersucht Artefakte und Bodendenkmäler, um ihre zeitliche Einordnung, Funktion und kulturelle Bedeutung zu entschlüsseln. Dabei kommen nicht nur bewährte Techniken wie formenkundliche Typologie und Analysen von Schichtabfolgen zum Einsatz, sondern auch moderne Methoden wie Geoinformationssysteme (GIS), quantitative Analysen, Materialwissenschaften sowie biochemische und molekulare Verfahren. Zudem werden fortschrittliche Technologien wie Lidar-Scanning, 3D-Dokumentation und Isotopenanalysen genutzt, um präzisere Erkenntnisse über die Herkunft von Materialien, Handelsrouten und die sozialen Strukturen vergangener Kulturen zu gewinnen. Historisch-kulturanthropologische Ansätze ergänzen diese Untersuchungen und ermöglichen es, die Funde in einen breiteren sozialen und kulturellen Kontext zu stellen. Mit Hilfe von Surveys und Ausgrabungen erschließt die Prähistorische Archäologie kontinuierlich neue Quellen, so dass neue, aktuelle Puzzleteile die Geschichte der Menschheit immer besser beleuchten. Unser Fach profitiert dabei in hohem Maße auch von Erkenntnissen und Methoden aus Nachbardisziplinen wie Archäozoologie, Archäobotanik sowie Archäogenetik und aus anderen Wissenschaften wie Soziologie, Ethnographie, Geschichte und Geografie.

Die Prähistorische Archäologie ist mehr als nur eine historische Wissenschaft; sie nutzt modernste transdisziplinäre Ansätze, um in enger Verknüpfung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften die Menschen der Vergangenheit in ihrer Welt und Entwicklung zu verstehen und aus diesen Langfristperspektiven auch Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.

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Auf einen Blick

  • Studienbeginn: Wintersemester
  • Regel­studien­zeit: 6 Semester
  • Studiensprache/n: Deutsch
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
  • im Kombi-Bachelor: 60- und 30LP-Modulangebot

Studienplatzvergabe

Ob die Bewerbung für einen Studienplatz möglich ist und ob das Fach platzbeschränkt (mit NC) oder zulassungsfrei (ohne Platzbeschränkung) ist, wird jedes Semester neu festgelegt.
Es wird unterschieden zwischen dem 1. Fachsemester und höherem Fachsemester.

Übersicht für das Winter- und Sommersemester

Aufbau

Der Mono-Bachelor Altertumswissenschaften ist in vier Teilbereiche untergliedert. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet der jeweilige Profilbereich (hier: Prähistorische Archäologie). Dieser wird um den Integrativen Bereich, den Affinen Bereich sowie den Bereich der Allgemeinen Berufsvorbereitung (ABV) ergänzt.

Hauptbestandteil des Studiums ist der gewählte Profilbereich. Der integrative Bereich gibt einen Überblick über die übrigen archäologischen Fächer sowie interdisziplinäre Fragenstellungen. Die Module der Affinen Bereichs erweitern das fachwissenschaftliche Spektrum. In Ergänzung der Module des gewählten Profilbereichs sollen die Module des Affinen Bereichs den Studierenden ein erweitertes, aber in sich geschlossenes qualifikatorisches Profil verschaffen.

Am Ende des Studiums erfolgt die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).

Im Kombi-Bachelor müssen Modulangebote mit einem 90 LP-Kernfach kombiniert werden. Als 30 LP-Modulangebot muss zudem ein weiteres 30 LP-Modulangebot gewählt werden.

In der interaktiven Kombi-Tabelle sind alle möglichen Kombinationsmöglichkeiten zu finden.

Altertumswissenschaften: Prähistorische Archäologie, Mono-Bachelor

Integrativer Bereich
Modul Grundlagen der Altertumswissenschaften I
Modul Grundlagen der Altertumswissenschaften II
Modul Integratives Themenmodul
Modul Integratives Wahlpflichtmodul aus einem nicht belegten Profilbereich
Profilbereich Prähistorische Archäologie
Modul Arbeitstechniken und Grundlagen
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick I
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick II
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick III
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick IV
Modul Sachkultur und Chronologie in der Vor- und Frühgeschichte
Innerhalb der folgenden Bereiche muss jeweils ein Wahlpflichtmodul absolviert werden:
Bereich „Gattungen“
Modul Gattungen A – Haus und Siedlung
Modul Gattungen B – Grab und Bestattung
Modul Gattungen C – Deponierung und Kultplatz
Bereich „Einführung in die Methoden des Faches“
Modul Einführung in die Methoden des Faches A – Quantitative und numerische Methoden
Modul Einführung in die Methoden des Faches B – Archäometrie
Modul Einführung in die Methoden des Faches C – Archäobiologie
Bereich „Sachgebiete“
Modul Sachgebiete A – Sozialgeschichte, Sozialanalyse, Gender Studies
Modul Sachgebiete B – Kult, Ritual und Religion
Modul Sachgebiete C – Archäobiologie als Spezialdisziplin
Modul Sachgebiete D – Wirtschaftsarchäologie
Modul Sachgebiete E – Siedlungs- und Landschaftsarchäologie
Bereich „Epochen eines Kulturraums“
Modul Epochen eines Kulturraums A – mit Exkursion
Modul Epochen eines Kulturraums B – mit Seminar

Module der affinen Bereiche erweitern das fachwissenschaftliche Spektrum. In Ergänzung der Module des gewählten Profilbereichs sollen die Module der affinen Bereiche den Studierenden ein erweitertes, aber in sich geschlossenes qualifikatorisches Profil verschaffen. Die Module der affinen Bereiche und darin erbrachte Leistungen dürfen nicht mit Modulen und Leistungen des integrativen Bereichs und des studierten Profilbereichs übereinstimmen. Die wählbaren Module sind mit den Fachvertretern bzw. den Prüfungsbüros abzustimmen.

Der Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) umfasst ein Berufspraktikum sowie folgende Kompetenzbereiche: Fremdsprachen, Informations- und Medienkompetenz, Gender & Diversity-Kompetenz, Organisations- und Managementkompetenz, Personale und sozial-kommunikative Kompetenz und Fachnahe Zusatzqualfikationen, in denen zusätzliche berufspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienbereichs Allgemeine Berufsvorbereitung werden in gesonderten ABV-Studien- und Prüfungsordnungen geregelt.

Prähistorische Archäologie als 60 LP-Modulangebot

Modul Arbeitstechniken und Grundlagen
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick I
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick II
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick III
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick IV
Modul Sachkultur und Chronologie in der Vor- und Frühgeschichte
Innerhalb der folgenden Bereiche muss jeweils ein Wahlpflichtmodul absolviert werden:
Bereich "Gattungen"
Modul Gattungen A - Haus und Siedlung
Modul Gattungen B - Grab und Bestattung
Modul Gattungen C - Deponierung und Kultplatz
Bereich "Einführung in die Methoden des Faches"
Modul Einführung in die Methoden des Faches A: Quantitative und numerische Methoden
Modul Einführung in die Methoden des Faches B: Archäometrie
Modul Einführung in die Methoden des Faches C: Archäobiologie
Bereich "Sachgebiete"
Modul Sachgebiete A - Sozialgeschichte, Sozialanalyse, Gender Studies
Modul Sachgebiete B - Kult, Ritual und Religion
Modul Sachgebiete C - Archäbiologie als Spezialdisziplin
Modul Sachgebiete D - Wirtschaftsarchäologie
Modul Sachgebiete E - Siedlungs- und Landschaftsarchäologie
Bereich "Epochen eines Kulturraums"
Modul Epochen eines Kulturraums A mit Exkursion
Modul Epochen eines Kulturraums B mit Seminar

Prähistorische Archäologie als 30 LP-Modulangebot

Modul Arbeitstechniken und Grundlagen
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick I
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick II
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick III
Modul Vor- und frühgeschichtliche Epochen im Überblick IV
Innerhalb des folgenden Bereichs "Gattungen" muss ein Wahlpflichtmodul absolviert werden:
Modul Gattungen A - Haus und Siedlung
Modul Gattungen B - Grab und Bestattung
Modul Gattungen C - Deponierung und Kultplatz

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan.
Die Prüfungsordnungdefiniert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben

Studien- und Prüfungsordnung (neueste Fassung)

berufliche Möglichkeiten

Mono-Bachelor-Absolvent*innen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für einen Einstieg in die Berufstätigkeit, aber auch für einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. 

Altertumswissenschaftler*innen arbeiten überwiegend in Forschung und Lehre an Hochschulen. Je nach Einsatzbereich betreiben sie Grundlagenforschung oder üben prüfend-bewertende und gestaltende Tätigkeiten auf der Grundlage archäologischer und kulturgeschichtlicher Inhalte aus. Interessante berufliche Perspektiven ergeben sich auch in Bereichen wie Denkmalpflege, Museen und außeruniversitären Forschungsinstitutionen (zum Teil nur mit Master-Abschluss bzw. Promotion) und in weiteren nicht fachspezifischen, breit gefächerten Berufsfeldern wie Erwachsenenbildung, Journalismus, Tourismus, Kultur- und Wissenschaftsmanagement oder Verlagswesen.

Da der engere fachwissenschaftliche Arbeitsmarkt der Altertumswissenschaften begrenzt ist, sind der Erwerb von Zusatzqualifikationen, wie sie auch schon im Studienbereich Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV) vermittelt werden, sowie die frühzeitige Orientierung in Bezug auf weiterführende Beschäftigungsmöglichkeiten und die persönliche Bewerbungsstrategie von großer Bedeutung für den erfolgreichen Berufseinstieg.

Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.


Absolvent*innen des Modulangebots verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Da Prähistorische Archäologie als Modulangebot im Rahmen eines Kombinations-Bachelor-Studiengangs studiert wird, prägt das gewählte 90 LP-Kernfach in der Regel die berufliche Qualifikation.

was wir bieten

Mit dem 2023 neu eingerichteten Field & Finds Labor steht am Institut für Prähistorische Archäologie ein breites Spektrum hochmoderner Dokumentations- und Analysemethoden zur Verfügung. Hier kommen innovative Verfahren wie 3D-Dokumentation, Geophysik und drohnengestützte Vermessung zum Einsatz. Mithilfe der Archäozoologie am Institut werden durch die Analyse von Tierknochen und anderen biologischen Überresten die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt in prähistorischen Zeiten rekonstruiert. Das Institut pflegt eine enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl externer Fachbereiche und Institutionen. Dazu gehören die Physische Geographie der Freien Universität, der Bereich Grabungstechnik und Restaurierung der HTW Berlin sowie das Deutsche Archäologische Institut und die Berliner Museen, aber auch Landesämter für Denkmalpflege, Universitäten und außeruniversitäre Forschungszentren wie das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA).

Insgesamt stellt das Institut für Prähistorische Archäologie mit seinem interdisziplinären Ansatz und der Fokussierung auf Eurasien für die Studierenden ein besonders dynamisches und international ausgerichtetes Lern- und Forschungsumfeld innerhalb des Fächerspektrums der Altertumswissenschaften dar.

Standort & Kontakt

Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
Institut für Prähistorische Archäologie

Fabeckstraße 23-25
14195 Berlin

(030) 838-542 54, 838-550 78

E-Mail:

praehist@zedat.fu-berlin.de

Homepage:

Info-Service Studium

Erste Anlaufstelle für Informationen rund ums Studium

Studierenden-Service-Center
Iltisstr. 4, 14195 Berlin

E-Mail: info-service@fu-berlin.de
Telefon: +49 (0)30 838 - 70000

Montag bis Donnerstag: 9.00-16.00 Uhr
Freitag: 9.00-14.00 Uhr


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