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Führungskräfte stehen angesichts zunehmender Komplexität, dynamischer Veränderungsprozesse und knapper Ressourcen vor vielfältigen Herausforderungen. Gerade unter Belastung greifen sie häufig auf vertraute Denk- und Handlungsmuster zurück. Was sich bislang bewährt hat, kann unter veränderten Bedingungen jedoch neue Handlungsmöglichkeiten begrenzen.
Der dreiteilige Zertifikatslehrgang lädt dazu ein, solche Muster aus systemischer Perspektive zu hinterfragen und neue Ansätze für eine zukunftsorientierte Führungspraxis zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen drei miteinander verbundene Themen:

  • der Umgang mit Zeit,
  • die Gestaltung von Kontrolle und Vertrauen sowie
  • die Führungsverantwortung im Kontext Künstlicher Intelligenz.

Praxisnahe Übungen, persönliche Reflexion und kollegialer Austausch unterstützen die Teilnehmenden dabei, gewohnte Handlungsmuster zu hinterfragen und alternative Herangehensweisen für konkrete Führungssituationen zu entwickeln.

Zielgruppe

Führungskräfte aus Wissenschaft, Hochschulen, Kultureinrichtungen und öffentlicher Verwaltung

Lernziele

Nach Abschluss des Zertifikatslehrgangs können die Teilnehmenden …

  • eigene Denk- und Handlungsmuster in Führungssituationen erkennen und reflektieren.
  • die Zusammenhänge zwischen Zeit, Kontrolle und Künstlicher Intelligenz analysieren und für ihr Führungshandeln einordnen.
  • neue Handlungsstrategien für einen bewussten Umgang mit Zeit, die Gestaltung von Vertrauen und Kontrolle sowie den Einsatz von KI entwickeln und auf ihre Führungspraxis übertragen.

Aufbau und Zertifikat

Der Zertifikatslehrgang umfasst drei aufeinander abgestimmte, eintägige Module mit insgesamt 27 Unterrichtseinheiten (UE).
Aufgrund der inhaltlichen Zusammenhänge wird die Teilnahme an allen drei Modulen empfohlen. Die Module können jedoch auch einzeln gebucht werden.
Für den Erwerb des Zertifikats der Freien Universität Berlin ist die Teilnahme an allen drei Modulen erforderlich.

Modul 1: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Zwischen Laissez-faire und Mikromanagement: Kontrolle als Führungsaufgabe bewusst gestalten

Dieses Modul nimmt Kontrolle als zentrale Führungsaufgabe ernst: Sie hinterfragen gängige Glaubenssätze, erkennen, wo Kontrolle Fürsorge oder Mikromanagement ist, und entwickeln situativ angemessene Formen der Kontrolle, die Orientierung schaffen, ohne zu ersticken. Praxisnahe Impulse, persönliche Reflexion und kollegialer Austausch liefern konkrete Handlungsoptionen für Kommunikation, Feedback und verantwortungsvolle Führungspraxis.

1 Termin, 27.05.27, Do, 09:00 - 16:30 Uhr (9 UE)

Details und Einzelbuchung

Modul 2: Ich habe keine Zeit

Ein neuer Blick auf den Umgang als Führungskraft mit dem Faktor „Zeit“

Dieses Modul nimmt Ihre Aussage „Ich habe keine Zeit“ ernst — und lädt Sie ein, Zeit als gestaltbare Ressource neu zu denken. In einem Mix aus Perspektivwechseln, praktischen Übungen und Fallarbeit probieren Sie Wege aus, wie Sie Zeit „entstehen lassen“ können: durch gezielte Rolle‑Gestaltung, Priorisierung und Routinen, durch bewusstes Entscheiden und durch das Aktivieren persönlicher Stärken in Stresssituationen.

1 Termin, 23.09.27, Do, 09:00 - 16:30 Uhr (9 UE)

Details und Einzelbuchung

Modul 3: Das ist doch Sache der IT!

Warum die Einführung von KI eine Führungsaufgabe ist

Dieses Modul macht deutlich: Wer als Führungskraft bei KI abwartet, verschenkt Gestaltungsraum. Mit dem „Eisbergmodell der KI‑Nutzung“ und einem praktischen Führungs‑Lab erkunden Sie, wie KI mehr ist als Technik — und wie Vertrauen, Rollenverständnis und die komplementäre Zusammenarbeit von Mensch und Maschine gestaltet werden müssen.

1 Termin, 25.11.27, Do, 09:00 - 16:30 Uhr (9 UE)

Details und Einzelbuchung