Vortrag | Vom Reich der Notwendigkeit ins Reich der Freiheit? Die Automatisierung kognitiver Arbeit und die (Un-)Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen
in Geisteswissenschaften und Künsten
Eine Ringvorlesung des Instituts für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin
Vom Reich der Notwendigkeit ins Reich der Freiheit? Die Automatisierung kognitiver Arbeit und die (Un-)Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung
- Lea Klingberg M.A.
Abteilung Medienwissenschaft,
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Im Zuge des weitflächigen Einsatzes von KI wird immer wieder vor technologischer Arbeitslosigkeit gewarnt. Vor allem der neuerlichen Automatisierbarkeit kognitiver Prozesse wird nachgesagt, für einen drastischen Rückgang der Arbeitsmenge sorgen zu können.
Dass Produktivitätssteigerungen im Kapitalismus der intensivierten Mehrwertextraktion dienen statt für kürzere Arbeitstage zu sorgen, wusste bereits Karl Marx. Gleichzeitig analysierte er die Weiterentwicklung von Produktionstechnologie als grundlegend für gesellschaftliche Emanzipation. Im Anschluss daran wird in diesem Vortrag eine hoffnungsvolle Perspektive eingenommen und die Frage gestellt, unter welchen Bedingungen aktuelle Entwicklungen im Bereich der Arbeitsautomation für gesellschaftlichen Fortschritt sorgen können."
Lea Klingberg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Medienwissenschaft an der Universität Bonn. In ihrem Dissertationsprojekt »Medientheorie der Automation« untersucht sie, wie fortschrittliche Vorstellungen über medienbedingte Arbeitsautomation zum Hebel der Emanzipation der Arbeiterklasse werden können. Forschungs- und Lehrschwerpunkte: Zukünftige Medien, Medien des (Post-)Kapitalismus, Kritische Medientheorie.
Zeit & Ort
20.01.2027 | 18:15 - 19:45
Freie Universität Berlin,
Hörsaal im Institut für Theaterwissenschaft
Grunewaldstraße 35
12165 Berlin
