Rasenmäääher – ein rasen(d) Scha(r)fes Projekt
Das Team
Wir sind ein Dreierteam aus dem Fachbereich Veterinärmedizin und Mitarbeitende der Nutztierklinik. Antonia Schildhauer ist approbierte Tierärztin und arbeitet als Doktorandin an der Klinik. Neben ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich gerne mit dem Enrichment der Kliniktiere und interessiert sich für Tier- und Artenschutz. Carolin Clara Missiha ist ebenfalls Tierärztin und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Nutztierklinik. Sie ist unserem Team beigetreten, als wir merkten, dass unsere vielen tollen Ideen doch noch etwas mehr Unterstützung brauchen und plant und leitet nun den Wahlpflichtkurs im Rahmen unseres Projektes. Prof. Dr. Marc Drillich ist der Geschäftsführende Direktor der Klinik und lieferte die grundlegende Idee für unser Projekt.
Die Projektidee
Unsere Projektidee kam uns im Sommer, während die Grünflächenpflege vor unseren Büros von maschinenbetriebenen Geräten durchgeführt wurde. Da war es für uns naheliegend, alternativ unsere eigenen Schafe die Flächen abgrasen zu lassen. Somit wird die Gartenpflege nachhaltiger gestaltet und die Biodiversität am Campus gefördert. Zum anderen wird die Haltung unserer Schafe, im Sinne von „Enrichment“, verbessert.
Diese Idee entwickelte sich weiter und uns fielen eine Menge weiterer positiver Aspekte auf. Die Schafe, die wir halten gehören der bedrohten Haustierrasse rauhwolliges Pommer’sches Landschaf an. Mit unserem Projekt und der gezielten Zucht dieser Schafrasse können wir einen Beitrag zum Erhalt der Rasse und somit zur biologischen Diversität leisten. In Form von Infotafeln möchten wir über unser Projekt, die Schafrasse und den Schutz alter Haustierrassen aufklären.
Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses bearbeiten Studierende Themen wie Schafhaltung, Grünlandpflege, Artenschutz und landwirtschaftliche Grundlagen und können uns gleichzeitig bei der Pflege und Betreuung der Tiere unterstützen.
Fazit und Ausblick
Insgesamt freuten wir uns sehr auf den Beginn unseres Projektes, waren gespannt auf was für Resonanz wir stoßen werden und wie sich das Projekt entwickeln würde.
Wir konnten in 2025 zwei Standweidenflächen, eingefriedet mit einem PV-Strombetriebenen Weidezaun, durch unsere fünf Schafe pflegen lassen und auf diesen Flächen weitestgehend auf Rasenmäher verzichten. Der Alltag der Schafe ist deutlich abwechslungsreicher geworden, sie profitieren gesundheitlich von dem frischen Gras und haben weniger Scheu vor Menschen. Die Beweidung von mehreren Flächen war jedoch aus mehreren Gründen eine organisatorische und logistische Herausforderung, wie z. B. Giftpflanzen auf den Flächen, Personenverkehr auf dem Campus Düppel oder zeitintensiver Auf- und Abbau des Zaunes.
Wir haben ein Tierschild angebracht, was Interessierte mit Informationen über die Rasse „rauwolliges Pommersches Landschaf“ versorgt.
Außerdem fand unser Wahlpflichtkurs "RasenMääher – Weidemanagement am Campus Düppel" für 14 Studierende der Vorklinik des 2. und 4. Semesters statt. Da der Kurs erfolgreich - Eindrücke gibt es hier - war, bieten wir diesen in 2026 wieder an.
Es war kein einfacher Weg, aber ein machbarer und wir erhalten immer noch positive Resonanz. Geholfen hat uns insbesondere der Austausch mit verschiedenen Expert*innen zur Gestaltung der Informationstafel, der Grünflächenauswahl oder bei Zuchatfragen sowie mit den anderen FUturist-Teams.
Nun möchten wir das Beweidungsmanagement optimieren und unser Pflege- und Logistikkonzept besser strukturieren, damit wir auch ohne der Förderung das Vorhaben gut weiterführen und ggf. weiterentwickeln können.
Kontakt
- Antonia Schildhauer
- Carolin Clara Missiha
- Prof. Dr. Marc Drillich






