FUFLINTAΦ
Das Team
Eva Glomski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und arbeitet als Teil eines Tandems in der Schnittstelle zwischen Experimentalphysik und Physikdidaktik der Arbeitsgruppen Dau/Kubsch in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Prof. Dr. Marcus Kubsch ist Juniorprofessor der Physikdidaktik und forscht zu künstlicher Intelligenz in digitalen Lehr-Lern-Umgebungen, Kompetenzentwicklung, Unsicherheiten, Learning Analytics und Curriculumsentwicklung, sowohl im schulischen als auch im hochschulischen Kontext.
Prof.‘in Dr. Lisa Stinken-Rösner ist Arbeitsgruppenleiterin der AG Physik und ihre Didaktik und zu-ständig für die physikdidaktische Ausbildung an der Universität Bielefeld. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Analyse von inklusiven Lehr-Lern-Settings mit besonderem Fokus auf marginali-sierte Gruppen.
Die Projektidee
Das Projekt FUFLINTAΦ adressiert die geringe Sichtbarkeit von Frauen und FLINTA-Personen in der Physik, was die Bildung einer starken science identity für Schülerinnen erschwert. Im Seminar „Science Identity im Physik- und Naturwissenschaftsunterricht fördern“ werden Studierende angeleitet, Frauen in der Wissenschaft sichtbarer zu machen und die Verbindung zur science identity herzustellen. Sie entwickeln Plakate und Lehrmaterialien zu Profilen von Wissenschaftlerinnen und werden befähigt, aktiv zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in den Naturwissenschaften beizutragen.
FUFLINTAΦ fördert Diversität und Geschlechtergerechtigkeit als zentrale Elemente für Innovation und nachhaltige Entwicklung in der Wissenschaft. Es unterstützt das 5. Nachhaltigkeitsziel der UN, welches die Gleichstellung der Geschlechter fordert. Durch die Erstellung von Open Educational Re-sources (OER) und die Einbeziehung diverser Perspektiven trägt das Projekt zu einer inklusiveren und nachhaltigeren Wissenschaftskultur an der Freien Universität Berlin bei.
Langfristig möchte FUFLINTAΦ mehr Frauen und FLINTA-Personen für die Physik begeistern und ihre Sichtbarkeit erhöhen. Studierende sollen befähigt werden, aktiv zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität beizutragen und eine inklusive Wissenschaftskultur zu etablieren. Das Projekt zielt darauf ab, strukturelle Veränderungen in den Curricula und der wissenschaftlichen Praxis zu fördern.
Fazit und Ausblick
Um unsere Ziele, dass (a) sich angehende Lehrkräfte aktiv mit dem Konzept und ihrer eigenen Science Identity auseinandersetzen und (b) die Lehramtsstudierenden in ihrer Fähigkeit gefördert fühlen, gendergerechte Lehrmaterialien für ihren (zukünftigen) Unterricht zu entwickeln, haben wir ein Seminar für Lehramtsstudierende (SoSe 2025: „Science Identity im Physik- und Naturwissenschaftsunterricht fördern“.) der Physik (und Bio/Chemie) entwickelt und Expert*innen auf dem Gebiet der Science Identity, Fachkulturforschung, Wissenschaftskommunikation und alternativer Berufszweige, Queer Science und Geschlechtervielfalt eingeladen.
Das Seminar Science Identity mit Gastvorträgen und Workshops startete am 23.04. - auch andere Interessierte waren eingeladen, insbesondere die Vorträge der Expert*innen durften von allen Interessierten besucht werden ( s. Flyer, Seminarbeschreibung sowie Vorlesungsverzeichnis).
Mit den Studierenden wurden in den Workshops gendersensible Unterrichtsmaterialien und Poster zu Frauen in der Physik entwickelt und diese dann am MINToring-Programm präsentiert. Die Studierenden haben in Ihren abgegebenen Reflexionen geschrieben, dass ihnen die Vorträge/Workshops sehr dabei geholfen haben, sich mit den einzelnen Themen auseinanderzusetzen und dass sie motiviert sind, ihren (zukünftigen) Unterricht gendersensibel zu gestalten. Die Unterrichtsmaterialien und Portraits sind für die Open Source-Nutzung in der Toolbox Gender & Diversity in der Lehre zu finden.Die Poster hängen in den Fluren der Physikdidaktik.
Aktuell wird noch ein Paper für das Konzept und die Durchführung des Seminars geschrieben/eingereicht, sodass andere Interessierte davon profitieren können und das Konzept anwenden können. Ebenso sind wir im Austausch mit anderen Universitäten ud Netzwerken wie z. B. während der DPG Frühjahrstagung 2025 in Göttingen. Perspektivisch besteht die Möglichkeit, das Seminar weiterzuentwickeln und fortzuführen.
Geholfen hat uns der Austausch mit den anderen FUturist-Gruppen, die gegenseitige Unterstützung oder wie man einen Pitch macht. Durch die Reflexionen und Umfragen der Studierenden haben wir viel über die „Innenansichten“ von Studierenden gelernt, ihre Gedanken zu ihrer eigenen Science Identity und ihrer Zugehörigkeit zur Wissenschaft. Ebenso lernten wir Neues von den eingeladenen Expert*innen. Beim nächsten Mal würden mehr Werbung für das Seminar machen und es offiziell für das Chemie- und Biologielehramt öffnen. EIne neue Frage ist auch entstanden, nämlich wie man Lehrpläne generell geschlechtergerecht gestalten kann, ohne dass die Last auf einzelnen engagierten Lehrkräften liegt.
Wir vom Projekt FUFLINTAΦ freuten uns, mit der ersten Lehrveranstaltung einen wichtigen Schritt hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Physik gegangen zu sein.
Kontakt:
Instagram: @didaktikphysik
Eva Glomski: e.glomski@fu-berlin.de
Marcus Kubsch
Lisa Stinken-Rösner






