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Vortrag | „Als Erste*r studieren: Zwischen Bildungsaufstieg, Zugehörigkeit und Ungleichheit“ von Prof. Dr. Christina Möller

19.01.2027 | 15:00 s.t. - 16:30

Ankündigungstext der Referentin:

In der Bildungsexpansion mit Beginn in den 1960er Jahren war das gesellschaftliche Leitbild verbunden, dass Bildung kein Privileg höherer sozialer Klassen bleibt, sondern jedem offen stehen sollte. Während zu Beginn der Bildungsexpansion viele Aufstiegskanäle geöffnet und soziale Aufsteiger*innen gefördert wurden, zeigen sich in der Gegenwartsgesellschaft wieder zunehmend verhärtete soziale Ungleichheiten. Höhere Bildung ist nach wie vor stark von der sozialen Herkunft abhängig. Sozialer Aufstieg wird oft als Drahtseilakt beschrieben, in denen Gewinne erzielt, aber auch Verluste und Spannungsverhältnisse erlebt werden.
Der Vortrag demonstriert strukturelle Entwicklungen sozialer Mobilität und geht besonders auf Ambivalenzen von Bildungsaufstiegen über ein Hochschulstudium ein. Dabei geht es auch um Kosten und Emotionen des Aufstiegs, die strukturelle Ursachen haben, aber individuell erlebt und verarbeitet werden müssen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der sozialen Herkunft, die durch intersektionale Perspektiven ergänzt werden.

Christina Möller ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt 'Sozialstruktur und sozialer Wandel' am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind soziale Ungleichheiten & soziale Aufstiegsmobilität, Umweltsoziologie und autoritäre Entwicklungen.
Jüngste Buchveröffentlichungen: "Die Mühen des Aufstiegs. Wie soziale Ungleichheit unsere Lebensläufe prägt" (2026, Sachbuch im Kohlhammer-Verlag); "Sozialer Aufstieg durch Bildung? Theoretische Zugänge, empirische Einsichten" (2025, gemeinsam mit Frerk Blome und Julia Reuter im Beltz-Juventa Verlag).