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Diskussionsveranstaltung | „Intime Beziehungen in Machtverhältnissen“

25.11.2026 | 16:00 - 19:00

Ankündigungstext:

Ausgehend von den Debatten um #MeToo und mediale Großereignisse wie z.B. den Fall Pelicot oder den Fall Ulmen ist auch in Deutschland das Bewusstsein für sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt gewachsen. Auch im Hochschulkontext gibt es inzwischen mehr Bewusstsein für sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch – einige Hochschulen etablieren Ansprechpersonen und/oder Strukturen für die Bearbeitung von Vorfällen. Auch Prävention von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch ist an Hochschulen in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Themenfeld bleibt im deutschen Hochschulkontext jedoch fast vollständig unbeachtet: intime Beziehungen in Machtasymmetrien. Hier fehlt jegliche Diskussion, das Thema wird auch in Richtlinien oder Satzungen nicht erwähnt. Obwohl diese Art von Beziehungen an Hochschulen vorkommen, werden sie selten thematisiert und Diskussionen dazu werden reflexhaft mit dem Hinweis abgewiegelt, dass es kein Problem sei solange beide Beteiligten erwachsen sind. Diese Argumentation verkennt, dass Machtgefälle und die daraus resultierenden Abhängigkeiten wesentlicher Bestandteil intimer Beziehungen in akademischen Hierarchien sind. Diese entstehen innerhalb organisationaler Macht- und Abhängigkeitsbeziehungen, werden durch diese gestaltet und haben Auswirkungen, die weit über die unmittelbar beteiligten Personen hinausreichen. Dennoch werden sie überwiegend als Privatsache betrachtet und daraus resultierende Probleme individualisiert. 

Diesen Aspekten möchten die Veranstalter*innen in dem Panel "Intime Beziehungen in Machtverhältnissen" Raum geben mit dem Ziel, dem Thema mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen und das Bewusstsein für die Verantwortung zu stärken, die wir alle – und insbesondere die Hochschulen – tragen.

Ziel ist es, mehr Öffentlichkeit für das Thema „Intime Beziehungen in Machtverhältnissen“ zu schaffen und es auf die Agenda von Hochschulen zu setzen, damit betroffene Personen Unterstützung erhalten und negative Konsequenzen nicht individualisiert werden. Dafür gibt es nach dem Panel und einer kurzen Pause Thementische, an denen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und Ideen sammeln können.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eigene Erfahrungsberichte in anonymisierter Form einzureichen. Mehr Informationen dazu und ein Formular zum Ausfüllen finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist Teil der AKTIONSTAGE 2026: Gemeinsam gegen sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Aktionstage:

26.11.2026: Workshop für Lehrende | „Sexistische Sprüche und sexualisierte Übergriffe in Lehrveranstaltungen“

08.12.2026: 08.12.2026: Workshop für FLINTA* Studierende | „Empowerment through Feminist Self-assertion and Self-defence“ (in English)

09.12.2026: Workshop für Mitarbeitende | „Active Bystanding“

Zeit & Ort

25.11.2026 | 16:00 - 19:00

TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, Architekturgebäude (Erdgeschoss), Faculty Forum