Von Alumni für Alumni: Besuch im Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Was für ein wunderbarer Abend und gleichzeitig die Premiere der „Von Alumni für Alumni“ Veranstaltung in Frankfurt am Main! Fast 30 Alumni folgten der Einladung und freuten sich über den gegenseitigen Austausch und exklusive Einblicke in die Ausstellung „Solastalgie“ im Museum Giersch der Goethe-Universität. Die Gastgeberin des Abends, Kuratorin, Stellvertretende Leitung und FU-Alumna Susanne Wartenberg begrüßte die Anwesenden und gab inmitten des temporären Waldes des Künstlers Asad Raza Einblicke in die Geschichte des Hauses und ihre Tätigkeit.
Kuratorin Katrin Kolk führte die Gruppe durch die Ausstellung und vermittelte die Hintergründe der verschiedensten Exponate, z.B. der 26 Bäume im Erdgeschoss, die bereits beim Betreten des Hauses ein besonderes Raumgefühl bieten. Je nach Lichtverhältnissen und Bedürfnissen des jeweiligen Baumes, werden diese von ausgebildeten Baumpflegern, die stets auch als Ansprechperson für die Besuchenden in der Ausstellung zugegen sind, in den Räumen verschoben und optimal ausgerichtet. Das Schicksal der Bäume nach dem Ende der Ausstellung bewegte die Alumni-Gruppe besonders – aber auch das wurde vom Künstler Asad Raza mitbedacht – die Bäume werden nach Ende der Ausstellung ausgepflanzt. Landschaften aus vergangenen Zeiten, seltene Erden und die mit ihrer Förderung einhergehende Umweltverschmutzung, künstlerisch aufbereitete Fundstücke aus Frankfurt am Main, Sound-Kunst und Aufnahmen von Wildtierkameras waren Teil des Spaziergangs durch die Ausstellung und unterstrichen die Leitlinie „Solastalgie“. Der Begriff wurde 2005 von dem australischen Philosophen Glenn Albrecht geprägt und beschreibt das "Gefühl einer schmerzlichen Sehnsucht nach einer verschwindenden, als Heimat begriffenen Landschaft im Angesicht des Klimawandels. Solastalgie impliziert Trauer und Wehmut über den unumkehrbaren Verlust ebenso wie Trost und Zuwendung."
Nostalgie bezüglich ihrer Studienzeit in Berlin – vor, während oder (deutlich) nach dem Mauerfall – verspürten auch die zusammengekommenen Alumni verschiedenster Generationen und Fachrichtungen. Manche lebten bereits seit mehreren Jahrzehnten in Frankfurt am Main und Umgebung, wiederum andere sind gerade für den ersten Job nach ihrem Studienabschluss nach Frankfurt gezogen. Sie alle äußerten den Wunsch nach weiteren Treffen, um die Verbindungen untereinander und das Alumni-Netzwerk weiter zu stärken.


















