Springe direkt zu Inhalt

Statement der Hochschulleitung zu queerfeindlichen Vorfällen

23.10.2026

In den vergangenen Wochen kam es am Institut für Theaterwissenschaft zu mehreren erschütternden Vorfällen: Während der Orientierungswoche wurde die Pride-Flagge vor dem Institut heruntergerissen. In der Woche darauf wurden Hakenkreuze in einer Toilette des Instituts entdeckt, seitdem kamen weitere rechtsextreme Schmierereien hinzu. Die Institutsleitung hat rechtliche Schritte eingeleitet, die Polizei Berlin ermittelt.

Als Hochschulleitung der Freien Universität Berlin verurteilen wir die Vorfälle am Institut für Theaterwissenschaft aufs Schärfste. Sie sind Ausdruck von Queerfeindlichkeit und rechtsextremer Ideologie und richten sich gegen Menschen, ihre Rechte und das gleichberechtigte Zusammenleben an unserer Universität.

Allen Hochschulangehörigen, die sich durch diese Vorfälle angegriffen, bedroht oder verunsichert fühlen, gilt unsere Unterstützung und Verbundenheit. Die Universität muss ein Ort sein, an dem alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität sicher lernen, arbeiten, lehren und forschen können.

Die Freie Universität steht für Freiheit, Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Als Ort von Forschung, Lehre und kritischem Denken tragen wir eine besondere Verantwortung, diese Werte zu schützen und im universitären Alltag mit Leben zu füllen. Solidarität und diskriminierungsfreies Miteinander sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen immer wieder verteidigt und aktiv gestaltet werden. Die aktuellen Vorfälle führen uns dies deutlich vor Augen.

Wir unterstützen die Aufklärung der Vorfälle und die Ermittlungen der Polizei ausdrücklich. Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus dürfen an der Freien Universität keinen Platz haben.

Wir möchten dazu ermutigen, bei Bedarf die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Freien Universität in Anspruch zu nehmen: Beratungsangebote • Freie Universität Berlin