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Wie judenfeindliche Denkmuster Theater und Tanz bis heute prägen

Podiumsdiskussion „Dancing Antisemitism“ an der Freien Universität Berlin thematisiert Judenfeindlichkeit in Kunst, Kritik und Wissenschaft

Nr. 133/2026 vom 02.11.2026

Wie wirken judenfeindliche Denkmuster im zeitgenössischen Theater und Tanz fort? Und wie können jüdische Positionen und Personen in Kunst, Kritik und Wissenschaft besser geschützt werden? Darüber diskutiert eine Podiumsrunde am 5. November 2026 an der Freien Universität Berlin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Theologies of Modern Dance“ steht Antisemitismus in künstlerischer Praxis, Kritik, Forschung und Lehre. Das Gespräch findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2026 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos.

Antisemitische Vorstellungen haben eine lange Geschichte in den darstellenden Künsten – und wirken bis in die Gegenwart. Wie sich judenfeindliche Denkmuster in künstlerischen Arbeiten, ihrer Rezeption und der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Theater und Tanz niederschlagen, diskutieren Esther Slevogt, Chefredakteurin und Mitgründerin des Theaterportals nachtkritik.de, Prof. Dr. Tina Turnheim, Professorin für Ästhetische und Politische Bildung in der Sozialen Arbeit an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, Matthias Naumann, Autor, Übersetzer und Verlagsleiter des Neofelis Verlags, sowie Dr. Alexander H. Schwan, Tanzwissenschaftler und evangelischer Theologe. Er leitet das DFG-Forschungsprojekt „Theologies of Modern Dance“ an der Freien Universität Berlin. Die Moderation übernimmt Dr. Elisabeth Nehring, freie Journalistin und Tanzkritikerin unter anderem für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und WDR.

Das Gespräch orientiert sich am Dialogformat „Sprechen & Zuhören“, das eine respektvolle und demokratische Gesprächskultur fördert. Auf der Grundlage gemeinsamer Werte wie Verantwortung und gegenseitigem Respekt bietet es Raum für unterschiedliche Perspektiven. Ziel ist es, sich gemeinsam darüber zu verständigen, wie jüdische Positionen und Personen in Theater und Tanz besser geschützt werden können und welchen Beitrag künstlerische Praxis, Kritik, Forschung und Lehre zur Bekämpfung von Antisemitismus dazu leisten können.

Veranstaltet wird die Podiumsdiskussion vom DFG-Forschungsprojekt „Theologies of Modern Dance“ an der Freien Universität Berlin. Das Projekt unter der Leitung von Dr. Alexander H. Schwan untersucht religiöse Strömungen in der Tanzmoderne. Ein Schwerpunkt liegt auf dem historisch weitverbreiteten Antijudaismus bei christlich und alternativ-religiös geprägten Choreografinnen und Choreografen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. (jkr)

Weitere Informationen

  • Zeit und Ort: Donnerstag, 5. November 2026, 16 Uhr, Freie Universität Berlin, Hörsaal, Thielallee 67, 14195 Berlin (nächstgelegene U Bahnhaltestelle: „Freie Universität“)

Kontakt: