Nachhaltigkeitsbericht 2026 veröffentlicht: Freie Universität Berlin mit neuen Impulsen für Klimaschutz
25 Jahre Engagement, neue Ziele für die kommenden drei Jahre
Nr. 105/2026 vom 20.08.2026
Energieverbrauch gesenkt, Biodiversitätsstrategie entwickelt, neue Fördermöglichkeiten für Klimaschutz geschaffen: Die Freie Universität Berlin hat in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Maßnahmen für eine nachhaltige Universität umgesetzt. Der jetzt veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht 2026 gibt einen Überblick über aktuelle Aktivitäten in den Bereichen Governance, Lehre und Forschung, Campus, Dialog und Netzwerke und stellt das Nachhaltigkeitsprogramm für die kommenden drei Jahre vor.
Die Mensa-Aue zwischen Mensa 1 und Henry-Ford-Bau ist Teil des "Blühenden Campus".
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Der neue Nachhaltigkeitsbericht zeigt, wie die Freie Universität ihre Nachhaltigkeits- und Klimaziele mit konkreten Maßnahmen weiterverfolgt. Dazu gehört der 2026 eingerichtete interne Klimaschutzfonds, mit dem neue Ideen und Initiativen von Universitätsmitgliedern sowie klimafreundliche und biodiversitätsfördernde Maßnahmen für Gebäude und Campus finanziert werden können. Der Fonds unterstützt ausschließlich Vorhaben, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.
„Nachhaltigkeit ist eine Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin. „Ich bin sehr froh, dass die Freie Universität diese Maxime schon seit über einem Vierteljahrhundert mit Nachdruck verfolgt und auch zukünftig neue Impulse setzt, etwa mit dem Klimaschutzfonds. Mit diesem Instrument schaffen wir Transparenz über Emissionen und eröffnen über eine interne Bepreisung die Möglichkeit, gezielt Projekte in den Bereichen Campus-Infrastruktur, Biodiversität und partizipative Nachhaltigkeit zu fördern.“
Die Freie Universität will zudem den Diskurs und die Eigenverantwortung innerhalb ihrer Gemeinschaft weiter stärken. „Dazu gehören etwa neue Nachhaltigkeitsziele und -grundsätze für Dienstreisen, die verbindlich in der neuen Reiserichtlinie verankert sind. Darüber hinaus werden wir sogenannte Handabdruck-Aktivitäten wie beispielsweise transformative Lehrangebote, geteilte Ressourcen und Reallabore auf dem Campus sichtbar und damit positives Handeln für Klimaschutz und Nachhaltigkeit jenseits der Betrachtung unseres CO₂-Fußabdrucks wirksam machen“, sagt Andrea Güttner, gewählte Kanzlerin der Freien Universität Berlin.
Der Bericht zeigt dabei nicht nur, welche neuen Vorhaben die Freie Universität auf den Weg bringt, sondern auch, was in den vergangenen Jahren bereits erreicht wurde. Im Jahr 2024 verabschiedete die Freie Universität als erste deutsche Universität eine Biodiversitätsstrategie und konkretisierende Leitlinien. Drei Jahre zuvor hatte die Universität ein nachhaltigkeitsorientiertes Ideen- und Innovationsmanagement, durch das rund 60 neue Projektideen eingereicht wurden, von denen rund die Hälfte gefördert wurde.
„Durch unser ambitioniertes Nachhaltigkeitsengagement möchten wir nicht nur zeigen, dass die Nachhaltigkeitstransformation einer großen Einrichtung wie der Freien Universität Berlin machbar ist. Wir eröffnen auch ganz konkret Gestaltungsspielräume: Unser frühzeitig aufgebautes Energiemanagement hat beispielsweise wesentlich dazu beigetragen, die drastischen Energiepreissteigerungen während der Energiekrise nach Beginn des Angriffs von Russland auf die Ukraine bewältigen zu können. Zugleich verdeutlichen wir mit unseren Aktivitäten, dass Nachhaltigkeit alle Bereiche und Ebenen der Universität angeht und sie nur gemeinsam bewältigt werden kann“, sagt Andreas Wanke, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der Freien Universität Berlin.
Die Grundlagen dafür wurden bereits früh gelegt: Im Jahr 2001 führte die Freie Universität ein betriebliches Energiemanagement ein, das seit 2021 nach dem europäischen Umweltmanagementstandard EMAS zertifiziert wird. Damit hat die Freie Universität ihren Energieverbrauch seit 2000/01 um 32 Prozent verringert. Die Nachhaltigkeitsinitiative Sustain It! engagiert sich seit 15 Jahren unter anderen mit den regelmäßigen Sustainability Days, dem FUdSharing und dem Projekt UniGardening. Seit 2024 setzt die Universität außerdem erfolgreich ein Förderprojekt zur Stärkung des Radverkehrs um. (jkr)
Weitere Informationen
- Der FU-Nachhaltigkeitsbericht 2026 ist online abrufbar.
- Die Nachhaltigkeitsberichte der Vorjahre sind ebenfalls online abrufbar.
Kontakt
- Andreas Wanke, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie der Freien Universität Berlin, E-Mail: andreas.wanke@fu-berlin.de

