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Buchpräsentation | „Antisemitismus definieren“ mit Nikolaus Lelle und Tom Uhlig

09.11.2026 | 18:15

Gemeinsam für jüdische Sichtbarkeit, gegen Antisemitismus

Die Ansprechpersonen für die von Antisemitismus Betroffenen an der FU Berlin organisieren am 9. November 2026 einen Aktionstag, dessen Ziel es ist, einerseits die Problematik des Antisemitismus zu beleuchten, andererseits aber das jüdische Leben zu feiern und sichtbarer zu machen. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt. Der 88. Gedenktag der Reichspogromnacht bildet den geeigneten Anlass, nochmals vor Antisemitismus zu warnen.

Der Aktionstag besteht aus zwei miteinander verbundenen Veranstaltungen. Um 18:15 Uhr findet die Präsentation des Buches „Antisemitismus definieren“ von Nikolaus Lelle und Tom Uhlig statt. Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus werden durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, als Aspekt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt. Das Buch fragt nach der subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität dieser Mythen und arbeitet ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird und für die Bekämpfung des Antisemitismus eine entscheidende Rolle spielen kann.

Die erste Veranstaltung des Aktionstags, die „Musikalische Reise mit Schofar“ mit Yael Gat (Lieder und Workshop), findet um 12:15 Uhr in Hörsaal B des Henry-Ford-Baus statt.

Zeit & Ort

09.11.2026 | 18:15

Thielallee 67, Freie Universität Berlin