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"Alliance-Ready" FU Delegation bei Una Europa Staff Training Academy in Bologna

24.07.2026

Una Europa Bologna Staff Training Academy - Group Photo

Una Europa Bologna Staff Training Academy - Group Photo
Bildquelle: Università di Bologna, Elena Consolini

Una Europa Bologna Staff Training Academy - Workshop Photo

Una Europa Bologna Staff Training Academy - Workshop Photo
Bildquelle: Università di Bologna, Elena Consolini

Una Europa brachte vom 16. bis 19. Juni Expert:innen für den Ausbau von Kompetenzentwicklung und Weiterbildungsangebote für Beschäftigte aus der Universitätsverwaltung, sowie für Forschende und Studierende in Bologna zusammen

Vom 16.–19. Juni 2026 reiste eine Delegation von vier Beschäftigten der Freien Universität Berlin nach Bologna, um an einem Pilotworkshop zur beruflichen Kompetenzentwicklung teilzunehmen. Der Workshop diente der Vorbereitung auf kommende Trainingsformate im kürzlich bewilligten Projekt „Una.Via“, das 2027 starten wird und damit die nächste Phase der Zusammenarbeit in der Allianz Una Europa einläutet.

Die Una Europa Training Academy, ein Pilotprogramm, das von der Università di Bologna (Unibo) gemeinsam mit der Freien Universität Berlin, der Universidad Complutense de Madrid und der Uniwersytet Jagielloński in Kraków entwickelt wurde, zeigt das Engagement der Allianz für die berufliche Weiterentwicklung von Beschäftigten, Forschenden und Studierenden. Die Training Academy wird als zentrales Arbeitspaket Una.Via unter der Leitung von Unibo und der FU Berlin umgesetzt. Der Pilot lief unter dem Titel „Alliance‑Ready: Key Competences for Professional Staff to Navigate International Projects in HEIs“.

Das Pilotprogramm in Bologna brachte 18 Teilnehmende aus neun Partneruniversitäten zusammen für eine Kombination aus drei Online‑Modulen mit einem abschließenden Präsenzworkshop. Das Programm richtete sich an Beschäftigte der Verwaltungs‑ und Servicebereiche, also an jene, die hochrangige institutionelle Strategien in konkrete Zusammenarbeit überführen. Um die Passgenauigkeit an tatsächliche Bedarfe zu knüpfen, orientierte sich das Curriculum an den strategischen Einschätzungen der HR‑Leitungen der Allianz, die die Kernkompetenzen für künftige internationale Partnerschaften identifizierten.

Als einer der Trainer der praxisorientierten Sitzungen war Nicholas Hübner, Leiter des Weiterbildungszentrums an der Freien Universität Berlin, tief beeindruckt von der hervorragenden Organisation der Università di Bologna und vom Engagement der Teilnehmenden für interaktive Instrumente der soziokratischen Entscheidungsfindung, die an komplexe Hochschulkontexte angepasst sind. Im Modul zum Stakeholder‑Management lag der Schwerpunkt auf praxisorientierten Methoden, sogenanntes Civic Environment Mapping, mit denen verborgene Machtstrukturen aufgedeckt und zentrale Akteur:innen in internationalen Projektökosystemen identifiziert wurden. Ein besonderes Highlight war das Konsentverfahren, durch das die Gruppe geführt wurde – hier wurden prozedurale Blockaden durch die Teilnehmenden nach dem Prinzip „good enough for now, safe enough to try“ aufgelöst. Die Sitzung zeigte, wie strukturierte Moderationsrahmen potenzielle Reibungen in konstruktive Zusammenarbeit übersetzen können – gerade beim Arbeiten über unterschiedliche institutionelle Kulturen und Fallkonstellationen hinweg.

Kirsten Schmiester, Senior Projekt Lead Una.Futura der FU Berlin, zeigte sich sehr beeindruckt vom Aufbau des Programms: Die Online‑Module bereiteten ideal auf das Präsenztraining vor und boten einen Rahmen, in dem sich die Teilnehmenden vorab kennenlernen konnten. Besonders gut umgesetzt war das interaktive Modul zum Stakeholder‑Engagement und der Workshop zu interkulturellen Teamdynamiken, in denen Englisch nicht für alle die Muttersprache ist. Mit Blick auf die nächsten Jahre freut sich Kirsten Schmiester auf das Arbeitspaket zur Training Academy, das gemeinsam mit Unibo im Rahmen des Una.Via‑Projekts geleitet wird und eine Weiterentwicklung des Pilotprogramms verspricht.

Ulrike Geiger, Referentin der Verwaltungsleitung und stellvertretende Verwaltungsleitung des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie, sagte über ihre Teilnahme am Workshop:

„Als bereits erfahrene Akteurin im interkulturellen Networking habe auch ich wieder Neues gelernt - gerade über grundlegende Dinge. Es fasziniert mich, dass auch mit vielen Jahren der Praxis in dem Bereich dennoch viel zu entdecken ist, sobald man die eigene Komfortzone verlässt. Ich finde, wir sollten mehr Impulse von außen zulassen, zum Beispiel von unseren Partnerinstitutionen, wenn wir etwa über gemeinsame Ressourcen nachdenken.“

Klaus Wiehl, Projektleiter und Senior Local Lead bei Una Europa an der Freien Universität Berlin, hob den praktischen Nutzen des Programms hervor, insbesondere dessen Fokus auf KI und Stakeholder‑Engagement. Er lobte das intensive, praxisnahe Format, das sowohl die berufliche Weiterentwicklung als auch den Aufbau starker persönlicher Netzwerke fördert. Aus Sicht von Klaus Wiehl zeigt die Training Academy, dass die Verbindung hochwertiger Trainingsangebote mit vertrauensvoller, professioneller Vernetzung zentral ist, um eine widerstandsfähige, kooperative europäische Hochschul-Community aufzubauen.