Una Europa Seed Funding: Projekte der Universiteit Leiden mit FU Berlin
07.10.2026
Universiteit Leiden x FU Berlin
Bildquelle: David Ausserhofer, Freie Universität Berlin, Universiteit Leiden
Das Seed Funding der Universiteit Leiden bringt Partner aus Una Europa zusammen.
Die Universiteit Leiden, hat Seed Funding Mittel an 14 Projekte vergeben für Konsortien von Universitäten aus Una Europa. Diese Förderung ergänzt das zentrale Una Europa Seed Funding, das mit einer neuen Ausschreibung am 14. Oktober 2026 startet, sowie die Una Europa Starter‑/Consolidator‑Funds an der Freien Universität Berlin.
Wir möchten zwei laufende Projekte aus dem Seed Funding der Universiteit Leiden vorstellen, an denen Forschende der Freien Universität Berlin beteiligt sind:
- Prompting in a second language: sociolinguistic and contrastive perspectives on AI interaction
- Dr. Naomi Truan (Universiteit Leiden) & Dr. Martin Konvička (FU Berlin)
- Exchanging best teaching practices of introductory physics laboratories across Europe
- Dr. ir. Paul Logman (Universiteit Leiden), Dr. Christoph Kohstall & Dr. Beate Schattat (FU Berlin)
Das Projekt zu Laborpraktika mit Christoph Kohstall und Beate Schattat ist eine Kooperation, an der außerdem Forschende der Jagiellonen‑Universität Kraków und der University of Edinburgh beteiligt sind; koordiniert wird es von der Universiteit Leiden. Ziel ist die Neugestaltung von Laborpraktika, damit diese studierendenzentrierter, forschungsbasiert und relevanter für aufkommende Forschungsfelder werden. Statt traditioneller, „rezeptbasierter“ Laborübungen schafft das Projekt Raum zum Erkunden und Lösen von Problemen und baut dabei auf wissenschaftlicher Praxis auf – insbesondere auf der Expertise in der physikdidaktischen Forschung innerhalb Una Europa zurück. In Form einer Community of Practice werden Lehrende und Laborverantwortliche Lehransätze austauschen, neue Experimente entwickeln und aktuelle Herausforderungen wie KI, moderne Datenerfassung und gute wissenschaftliche Praxis thematisieren. Mit Blick auf Zukunftsmaterialien und ‑technologien — etwa Quantenwiderstand und Stickstoff‑Fehlstellen‑Zentren — soll das Projekt eine Keimzelle für eine bessere europäische Vernetzung bilden, die neue Impulse für Laborpraktika der Physik setzt und damit auch mehrs als 1.900 Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen erreichen kann.
Das zweite Projekt unter Leitung von Naomi Truan und Martin Konvička untersucht, wie mehrsprachige Studierende KI‑Werkzeuge nutzen und wie ihre Sprachhaltungen dieses Nutzungsverhalten prägen. Die Kooperation bringt soziolinguistische Expertise und kontrastive Linguistik zusammen mit Perspektiven aus der niederländischen und deutschen Philologie. Erforscht wird, wie hochgradig mehrsprachige Studierende in zwei unterschiedlichen universitären Kontexten mit großen Sprachmodellen umgehen. Mittels einer gemeinsamen mehrsprachigen Umfrage sowie von Studierenden durchgeführten Interviews und autoethnographischer Reflexion geht das Projekt der Frage nach, wie KI die Entscheidungen der Nutzenden — welche Sprache sie wählen, wann sie wechseln und wie natürlich oder korrekt eine Auswahl empfunden wird — interveniert. In bestehende Lehrveranstaltungen integriert und gestaffelt angelegt, starteten die Kurse in Leiden im September 2026; die FU Berlin steigt im Oktober ein, um das gemeinsame Umfrageinstrument iterativ zu verfeinern. Ein gemeinsamer hybrider Workshop an der Universiteit Leiden im Januar 2027 bringt alle Gruppen zusammen. Das Projekt ist im Themenschwerpunkt Data Science & Artificial Intelligence von Una Europa verankert und behandelt Querschnittsthemen wie Diversität und Inklusion, die internationale Dimension, studierendenzentriertes Lehren sowie Forschung und Innovation. Weitere Projekte von Martin Konvička finden sich beim Dahlem Center for Linguistics.
Interesse an Kooperationen mit Una Europa Partnern? Nehmen Sie teil am Launch Webinar zum aktuellen Una Europa Seed Funding Call am 14. Oktober von 10:00-11:00.

