Prof. Dr. Claus Schnarrenberger
03.11.2026
Claus Schnarrenberger wurde 1979 an die Freie Universität als Professor für Pflanzenphysiologie berufen, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2003 tätig war. Neben seiner Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Pflanzenphysiologie hat er maßgeblich zur Entwicklung und Profilbildung des Instituts für Biologie an der Freien Universität Berlin beigetragen. Er verstarb am 11. Oktober 2026 im Alter von 87 Jahren.
Lesen Sie im Folgenden einen Nachruf des Instituts für Biologie:
Prof. Dr. Claus Schnarrenberger ist am 11. Oktober 2026 im Alter von 87 Jahren verstorben.
Wir trauern um einen Kollegen, der sich neben seinen Forschungsaktivitäten in der Pflanzenphysiologie große Verdienste in der Prägung des Instituts für Biologie an der Freien Universität Berlin erworben hat. Nach wissenschaftlicher Tätigkeit und Habilitation an der Universität Kaiserslautern/Trier wurde Claus Schnarrenberger 1979 an die Freie Universität als Professor für Pflanzenphysiologie berufen, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2003 tätig war.
Während seiner Zeit an der FU Berlin hatte er enge wissenschaftliche Verbindungen nach Japan, die ihn auch nach der Emeritierung für einen längeren Aufenthalt dorthin führten.
Er war ein prägendes wissenschaftliches Mitglied der Botanischen Gesellschaft in Deutschland, unter anderem als Tagungspräsident und Organisator der Botanikertagung 1992 in Berlin – unvergessen bleiben hier neben seinen wissenschaftlichen auch seine musikalischen Beiträge bei den Botanikertagungen, aber auch das von ihm herausgegebene Buch „Geschichte der Botanik in Berlin“.
Claus Schnarrenbergers Forschung war stets mit dem Kohlenhydratstoffwechsel und seiner Evolution in Pflanzen und Algen verbunden. Hier seien exemplarisch die Evolution des Calvin Zyklus von Prokaryonten und Eukaryonten besonders in Bezug auf die Endosymbiose genannt.
Mit Claus Schnarrenberger verliert die FU Berlin einen Forscher, der durch seine klaren Meinungen und Kommunikation bei Kolleg*innen sowie den Studierenden stets hochgeschätzt war. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.
