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BUA bringt studentische Forschung ins Parlament: Drei FU-Projekte bei der Ausstellung „Poster im Bundestag“ bis 17. Juli zu sehen

Für die Ausstellung wurden aus mehr als 100 Einreichungen aus ganz Deutschland 44 Poster ausgewählt

06.07.2026

Mit „Poster im Bundestag – Wissenschaftsfreiheit: Die Freiheit zu forschen“ rückt der Deutsche Bundestag studentische Forschung in den Mittelpunkt. Mit dabei sind acht Projekte aus der Berlin University Alliance, davon drei aus der Freien Universität Berlin. Zur feierlichen Eröffnung diskutierten Vertreter*innen aus Wissenschaft und Politik, welche Bedeutung Wissenschaftsfreiheit und forschendes Lernen für die Hochschulbildung haben. Die Ausstellung "Poster im Bundestag" ist noch bis zum 17. Juli 2026 montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen. Nötig ist lediglich eine Anmeldung für einen regulären Besuch oder eine Führung. Der Eintritt ist frei.

Für die Ausstellung wurden aus mehr als 100 Einreichungen 44 Poster ausgewählt – acht davon stammen von Studierenden der Berlin University Alliance

Für die Ausstellung wurden aus mehr als 100 Einreichungen 44 Poster ausgewählt – acht davon stammen von Studierenden der Berlin University Alliance
Bildquelle: Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur

Worum geht es? 
Das Projekt „Poster im Bundestag“ ermöglicht Studierenden aller Fachrichtungen aus ganz Deutschland, eigene Forschungsergebnisse im Deutschen Bundestag auf Postern zu präsentieren und mit hochrangigen Politiker*innen darüber zu diskutieren. Organisiert wurde der bundesweite Wettbewerb von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Berlin University Alliance ist Partnerin des Projekts – und mit acht von 44 Beiträgen im Wettbewerb stark vertreten. Entstanden sind die studentischen Forschungsarbeiten zu Themen wie Körperkultur oder nachhaltigen Materialien überwiegend in X-Tutorials und X-Student Research Groups des Student Research Opportunities Program (StuROPx), mit dem die BUA die Verbindung von Spitzenforschung und Lehre fördert.

Warum ist das wichtig? Die Berlin University Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbindung von Spitzenforschung und Lehre zu stärken. Dafür hat der Exzellenzverbund das Student Research Opportunities Programx (StuROPx) eingerichtet. StuROPx bietet Studierenden die Chance, an laufenden Forschungsprojekten in Berlin teilzunehmen oder eigene Forschungsprojekte zu starten und umzusetzen. 

Die Ausstellung ist Teil des Erasmus+ Projekts Posters in Brussels, das Studierende aus ganz Europa mit politischen Entscheidungsträger*innen zusammenbringt, um über aktuelle Forschung ins Gespräch zu kommen. Für die Berliner Ausstellung wurden aus mehr als 100 Einreichungen bundesweit 44 Poster ausgewählt – acht davon stammen von Studierenden der Berlin University Alliance, drei davon aus deer Freien Universität Berlin. Eröffnet wurde die Ausstellung am 25. Juni von Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Schirmherr der Ausstellung ist der Bundestagsabgeordnete Adrian Grasse.

Wissenschaftsfreiheit beginnt mit eigenen Fragen

Im Mittelpunkt der Eröffnung stand die von Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda moderierte Talkrunde „Wissenschaftsfreiheit und studentisches Forschen“. Adrian Grasse, Professor Ralph Bruder, Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, sowie Professorin Fatma Deniz, Präsidentin der Technischen Universität Berlin und Mitglied des Board of Directors der Berlin University Alliance, diskutierten auf dem Podium über die Bedeutung studentischer Forschung. Im Zentrum der Paneldiskussion stand die Frage, wann Forschung eigentlich beginnt. Für Bruder und Deniz dort, wo Studierende eigene Fragestellungen entwickeln. Damit dies gelingen könne brauche es Freiräume in denen Studierende einen typischen Forschungsprozess mit Ausprobieren, Verwerfen und Weiterentwickeln erleben dürften, so Fatma Deniz.

Sieben StuROPx-Projekte in der Ausstellung vertreten

Dass dieser Ansatz in der Berlin University Alliance gelebt wird, zeigt die Ausstellung auf beindruckende Weise: Insgesamt sechs der ausgestellten Projekte und damit fast alle aus der BUA wurden im Rahmen des Student Research Opportunities Programx (StuROPx) des Exzellenzverbunds gefördert. Das Programm ermöglicht, bereits während des Studiums eigene Forschungsfragen zu verfolgen und sich in authentische Forschungsprojekte einzubringen. Auch Studierende der Freien Universität profitieren davon.

Die Ausstellung "Poster im Bundestag" bringt studentische Forschung ins Parlament

Die Ausstellung "Poster im Bundestag" bringt studentische Forschung ins Parlament
Bildquelle: Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur

Gelegenheit für FU-Studierende, eigene Forschung bekannt zu machen

X-Student Research Groups sind von der BUA geförderte Forschungsseminare. Die Leiter*innen der X-Student Research Groups sind Nachwuchsforschende aus den BUA-Verbundeinrichtungen, Exzellenzclustern, Sonderforschungsbereichen oder Partnerinstitutionen der BUA, die in dem Format Forschung in die Lehre tragen und Erfahrungen in der Leitung von Forschungsgruppen sammeln. Anna Wobbe und Veronica Motta aus der X-Student Research Group „Backlash Against Gender: Comparative Perspectives on Europe's Anti-Gender Politics“ an der Freien Universität Berlin präsentieren im Rahmen von "Poster im Bundestag" Ergebnisse ihrer Forschung zum Mediendiskurs und zu Trans* Agency. Für Anna Wobbe bot die Teilnahme vor allem die Möglichkeit, Forschung außerhalb der eigenen Fachcommunity sichtbar zu machen: „Unser Poster im Bundestag zu präsentieren war eine tolle Möglichkeit, das Forschungsprojekt aus StuROPx einem fachfremden Publikum zu vermitteln und mit Politiker*innen, aber auch anderen Studierenden darüber ins Gespräch zu kommen. Außerdem habe ich gelernt, wie man ein wissenschaftliches Poster gestaltet und in einem Elevator-Pitch vorstellt.“

Beeindruckt vom Interesse der Politik

Mit den X-Tutorials fördert der Exzellenzverbund kollaborative studentische Forschungsprojekte, die von Studierenden initiiert und durchgeführt werden: Zwei studentische Projektleiter*innen forschen hier mit weiteren Studierenden als Team zu einem Thema ihres Interesses. Bei "Poster im Bundestag" waren gleich zwei X-Tutorials aus der FU vertreten: "Körper in Protest" und „Medizinische Diagnostik durch KI – zwischen Innovation und rechtlichen Grenzen“. Marlene Bamberg und Paula Altmann vom Projekt „Medizinische Diagnostik durch KI" stellen auf ihrem Poster die Frage: „Wer haftet, wenn die KI sich irrt?“ und diskutieren Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Diagnostik. Marlene Bamberg zeigt sich beeindruckt vom Interesse der Politiker*innen: „Der direkte Austausch zum Beispiel mit Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz hat mir gezeigt, dass politische Entscheidungsträger*innen die gesellschaftliche Relevanz studentischer Forschung wahrnehmen und wertschätzen.“ Paula Altmann lobte die Gespräche mit anderen studentischen Teilnehmenden: „Unser Austausch und die spannenden Projekte haben noch mal vor Augen geführt, wie vielfältig studentische Forschung sein kann.“ 

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